In Argentinien wird der zunehmende Mangel an Dieselkraftstoff immer mehr zum Problem für die hiesigen Farmer. Mittlerweile sollen 19 der insgesamt 23 Provinzen des südamerikanischen Landes von Versorgungsproblemen betroffen sein.

Besonders schwierig sei die Lage im Norden und den mittleren Regionen Argentiniens, darunter den wichtigen landwirtschaftlichen Produktionsgebieten in den Provinzen Buenos Aires und La Pampa. Wenn es überhaupt noch Diesel gebe, seien die Abgabemengen begrenzt. Die Wartezeiten an den Tankstellen betragen mehr als zwölf Stunden. Daher könnten auch die Transportunternehmen von Getreide oder Vieh ihre Aufträge nicht mehr zeitgerecht erfüllen, heisst es. Der Landwirtschaftsverband FAA forderte eine schnelle Problemlösung. Inzwischen sei die Weizenaussaat, die derzeit eigentlich auf Hochtouren laufen müsste, regional gefährdet. Auch Erntearbeiten auf den Mais- und Zuckerrohrfeldern gerieten längst ins Stocken. Vereinzelt gab es in den Medien Berichte über Probleme auch in Ställen. Der Bauernverband Coninagro verwies ebenfalls auf Schwierigkeiten bei der Zulieferung von Betriebsmitteln oder beim Transport von Vieh und Lebensmitteln. 

Die Verknappung von Diesel hat in Argentinien bereits vor mehreren Monaten eingesetzt. Marktbeobachter sehen einen Grund dafür im leichten Wirtschaftswachstum Argentiniens und einer dadurch gestiegenen Nachfrage nach Diesel bei geringerer Eigenproduktion und weniger Importen.

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  • Farmer in Argentinien: Adobe Stock
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AUTORRed. MR
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