In Bad Kreuzen hielt der Maschinenring Oberösterreich seine jüngste Generalversammlung ab, bei der auch auf das vergangene Wirtschaftsjahr zurückgeblickt wurde. Die Nachfrage sei volatiler geworden und das Marktumfeld anspruchsvoller, heißt es. Der Maschinenring reagiere darauf mit einer breiten Leistungspalette: Neben Winterdienst, Grünraumpflege, Forst und Personal wurden auch Geschäftsfelder wie Gartengestaltung, Spielplatzbau und Reinigung weiterentwickelt.
Maschinenring behauptet sich als Dienstleister
Trotz angespannten Arbeitsmarktes und stärkeren Wettbewerbes habe sich das Dienstleistungsgeschäft am Markt behaupten können, so Geschäftsführer Franz Moser. Im gewerblichen Bereich erzielte der Maschinenring OÖ über alle Unternehmensbereiche hinweg 86,6 Millionen Euro Umsatz. Davon entfielen rund 71,2 Mio. auf den Servicebereich, 11,1 Mio. auf den Personalbereich und etwa vier Mio. auf die Reinigungs-Tochter „Reidis“. Insgesamt wurden 17.000 Kunden betreut und mehr als 40.000 Aufträge abgewickelt.
Der Winterdienst 2025/26 wurde vom stärksten Winter der vergangenen zehn Jahre geprägt. In Spitzenzeiten waren bis zu 2.000 Menschen für den Maschinenring im Einsatz.
Landwirtschaft bleibt das Fundament
Die Landwirtschaft bleibe das Fundament, heißt es. In Oberösterreich zählt die Organisation aktuell 18.438 Mitgliedsbetriebe, das offenbare eine starke Bindung. Auch das Agrar-Leistungsvolumen von rund 36,7 Millionen Euro unterstreiche diese Rolle. Darunter fallen jene Arbeiten und Leistungen, die landwirtschaftliche Betriebe vor allem in überbetrieblicher Zusammenarbeit über den Maschinenring abwickeln. Ein wichtiger Hebel sind die Gemeinschaften: Jeder vierte Mitgliedsbetrieb ist Teil einer der 372 Gemeinschaften, die insgesamt 622 Maschinen und Geräte organisieren. Das senkt Investitionskosten und erleichtert den Zugang zu moderner Technik.
Soziale Betriebshilfe neu organisiert
Neu organisiert wurde die soziale Betriebshilfe, in der 2025 in Oberösterreich 582 Fälle betreut worden sind. Gegen die zunehmend schwierige Suche nach nebengewerblichen Betriebshelfern für längere Einsätze soll die fixe Anstellung von Agrar-Fachkräften wirken. Derzeit sind 31 hauptberufliche Agrar-Fachkräfte beim Maschinenring im Einsatz.
Wachstum mit Verantwortung
„Wir sind ein breit aufgestelltes Wirtschaftsunternehmen, aber auch eine Organisation mit sozialer Verantwortung“, betonte Landesobmann ÖR Gerhard Rieß. Der Maschinenring Oberösterreich verbindet damit wirtschaftliche Professionalität mit regionaler Verankerung, landwirtschaftlicher Kompetenz und Verantwortung für den ländlichen Raum. Mit „Gemeinsam verwurzelt, stark für morgen“ setzt der Maschinenring Oberösterreich ein klares Signal: Marktabsicherung, Wachstum und Effizienz bestimmen die nächsten Schritte, die Landwirtschaft bleibt dabei Ausgangspunkt und verbindende Kraft.
Von links: Johannes Gföllner, Franziska Fröschl, Franz Moser, Gabriele Hebesberger, Gerhard Rieß, Gerhard Leutgeb
Obmann Gerhard Rieß betont die wirtschaftliche und soziale Verantwortung des Maschinenring.
Von links: Franz Moser, Carina Humenberger und Simon Mayr (Landjugend), Franziska Fröschl, Gerhard Rieß.
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