Zuckerrüben werden geerntet

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Rübenanbaukonditionen für drei Jahre fixiert

Während die diesjährige Kampagne planmäßig verläuft, haben Agrana und Rübenbauern eine neue Branchenvereinbarung ausverhandelt.

Die Lage am europäischen Zuckermarkt bleibt weiter angespannt. Trotz einer europaweiten Reduktion der Anbauflächen um rund zehn Prozent im heurigen Jahr blieb die erhoffte Marktentspannung aus.

„Aktuell liegen die Preise bei nur mehr knapp über 500 Euro pro Tonne Weißzucker. Für uns Rübenbauern bedeutet das einen realistisch zu erwartenden Rübenpreis von etwa 36 Euro pro Tonne Rüben“, informierten die Rübenbauern vergangene Woche. Immerhin die Rübenkampagne dürfte zufriedenstellend ablaufen. Laut Agrana sind bereits 95 Prozent der Rüben geerntet. Die in Tulln im September angelaufene Kampagne dürfte mit Ende Jänner abgeschlossen sein. Mit Hektarerträgen von durchschnittlich 78 Tonnen und Zuckergehalten von rund 17 Prozent befinde man sich qualitätsmäßig im langjährigen Durchschnitt.

Neues Preismodell als Kompromiss

Parallel zur laufenden Ernte haben Industrie und Bauern nun eine Vereinbarung über die Anbaukonditionen für die kommenden drei Jahre getroffen. „Diese Einigung erfolgte vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds, das durch anhaltend niedrige Zuckerverkaufspreise geprägt ist“, heißt es von Agrana. Herzstück ist ein neues Preismodell. Laut Rübenbauern werden die Rübenpreise bis zu einem Zuckerverkaufspreis von 550 Euro angehoben. Zusätzlich wird der Mindestpreis von 34 auf 37 Euro nach oben korrigiert. Im Gegenzug werde die Preiskurve im oberen Bereich abgeflacht. „Die getroffene Einigung ist ein wichtiger Schritt für die Sicherstellung des Zuckerproduktionsstandortes Österreichs und trägt wesentlich zur Planungssicherheit für Bauern und Agrana bei. Auch künftig wird Agrana ein zuverlässiger Abnehmer ihrer Rohstoffe bleiben und als Zuckerproduzent ein wichtiger, verlässlicher Partner für Handel und Industrie sein“, betont Agrana-Chef Stephan Büttner.

Der Start der konkreten Kontrahierungen für den Anbau im Frühjahr 2026 ist übrigens für Anfang des kommenden Jahres anberaumt.