Biber neben Wasser

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Jungbauern befeuern die Biber-Debatte

Nicht nur bei den Steirischen Jungbauern steigt der Ärger angesichts der immer häufiger werdenden Schäden, welche vom Biber verursacht werden.

Weil in der Steiermark die Schäden durch den Biber zunehmen, drängen die Steirischen Jungbauern den zuständigen FP-Landesrat Hannes Amesbauer auf eine baldige Umsetzung der Biber-Verordnung, wie es bereits in Kärnten und Oberösterreich der Fall ist. Der neue Jungbauernobmann David Tischler verweist auf überschwemmte Felder, eingebrochene Mähdrescher während der Ernte und drohende Dammbrüche bei Fischteichen.

Laut dem aktuellen Bibermonitoring des Landes Steiermark hat sich die Zahl der Biberreviere seit 2019 um 85 Prozent auf 314 erhöht, die Population wuchs um mehr als die Hälfte. Besonders betroffen sind die Bezirke Leibnitz, Südoststeiermark, Weiz und Hartberg-Fürstenfeld. „Niemand verlangt eine Biberjagd, aber gezielte Entnahmen bei Schäden und zeitlich begrenzte Entfernungen von problematischen Biberburgen bei verlegten Fischteichen oder Abwassergräben müssen in Zukunft möglich werden“, betont Tischler.

Probleme in der Teichwirtschaft

Ähnlich sieht das auch der steirische Teichwirteverband. „Wir erleben an vielen Standorten, dass Biber durch Damm- und Burgenbau in den Zuläufen Rückstauprobleme verursachen, die die Wasserführung und Bewirtschaftung erheblich beeinträchtigen. Hinzu kommen Unterhöhlungen an Dammfüßen und Böschungen, die langfristig die Stabilität der Teiche gefährden“, erklärt Geschäftsführerin Marlies Haas und betont: „Wir fordern keine generelle Bekämpfung, sondern ein praxisnahes Management. Wenn durch einzelne Tiere jedoch ganze Teiche gefährdet sind, braucht es rasche Eingriffsmöglichkeiten.“

Dem von den Grünen in die Diskussion gebrachten Vorschlag, ein eigenes „Gewässerbudget“ für Ausgleichszahlungen einzurichten, erteilen die Jungbauern eine Absage. Tischler dazu. „Als Bauern wollen wir nicht von Schadensgeldern leben, sondern vom Verkauf unserer Produkte. Die Jungbauern sehen daher den Vorschlag als unbrauchbar und aufgrund der budgetären Lage als ineffizient an.“

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