Die Agri-PV-Anlage in Pischelsdorf wurde heuer im April in Betrieb genommen. Nun wurde am „Sonnenfeld“ neben Solarstrom auch zum ersten Mal Getreide geerntet. „Anfangs war der Pflanzenwuchs noch recht unregelmäßig, am Ende war der Hafer dann aber auf der gesamten Fläche reif. Weil sowohl das Wetter heuer nicht ideal war und auch die Getreidepreise aktuell sehr niedrig sind, bin ich froh über die zusätzlichen Pachteinnahmen, die meiner Familie eine stabile langfristige Perspektive bieten“, erklärte Landwirt Franz Bachleitner.
Die Agri-PV-Anlage erziele im Vergleich zu fix aufgeständerten PV-Modulen einen Mehrertrag von 20 Prozent, der vor allem durch die effiziente Stromgewinnung über die Mittagsspitzen hinaus auch in den Morgen- und Abendstunden besonders netzverträglich sei.
Verstellbare Module
„Unsere Sonnenfänger sind im Tagesverlauf immer optimal zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet. Jeder Sonnenstrahl wird genutzt. Fährt der Landwirt aufs Feld, hat er die Möglichkeit die Module horizontal zu stellen oder sie für eine maximale Durchfahrtslichte bis zu 70 Grad zueinander aufzuklappen. Das vermeidet die Beschädigung der Module und schützt sie vor Staubablagerungen“, erklärte Joachim Payr, geschäftsführender Gesellschafter des Betreibers EWS.
Grundstücksbesitzer Bachleitner hat nach der Ernte eine Zwischenfrucht gesät und wird im kommenden Jahr Soja anbauen.
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