Niederösterreichs Jäger haben gemeinsam mit den Landwirten auch heuer wieder tausende Rehkitze vor der ersten Mahd gerettet. Mithilfe von Drohnen, Wärmebildkameras und weiteren Maßnahmen wurden die Jungtiere rechtzeitig gefunden und in Sicherheit gebracht.
„Rehkitze verlassen sich in den ersten Lebenswochen auf ihre Tarnung und verharren bei Gefahr regungslos im hohen Gras. Genau deshalb werden sie bei Mäharbeiten leicht übersehen“, erklärt Landesjägermeister Christoph Metzker. Um Verletzungen oder den Mähtod zu verhindern, werden die Wiesen vor der Mahd abgesucht und gefundene Kitze bis zum Ende der Arbeiten in Sicherheit gehalten.
Drohnen besonders erfolgreich
Als besonders wirksam haben sich Drohnen mit Wärmebild- beziehungsweise Infrarotkameras erwiesen. Ihre Erfolgsquote liegt bei bis zu 95 Prozent. Ergänzend werden Wiesen mit Jagdhunden abgesucht oder Wildtiere mit Wildlampen vergrämt. Auch Wildretter, Wildwarner und Wildsirenen auf landwirtschaftlichen Maschinen kommen zunehmend zum Einsatz.
Die Kitzrettung schützt nicht nur Wildtiere, sondern auch die Landwirtschaft. Gelangen Kadaver von Wildtieren ins Mähgut, können sich darin Bakterien entwickeln, die bei Nutztieren schwere Erkrankungen wie Botulismus auslösen können. Die Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten schützt Rehkitze und hilft gleichzeitig, Risiken für Nutztiere durch verunreinigtes Mähgut zu vermeiden.
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