Asiatische Tigermücke

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Asiatische Tigermücke: Wachsam bleiben und Ausbreitung eindämmen

Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Zeit der Asiatischen Tigermücke: Die invasive Stechmückenart hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Österreich ausgebreitet und wurde mittlerweile in allen Bundesländern nachgewiesen.

Um ihre weitere Ausbreitung einzudämmen, können einfache vorbeugende Maßnahmen im privaten Umfeld besonders wirksam sein. Die Asiatische Tigermücke nutzt bereits kleinste Wasseransammlungen als Brutstätten. Regelmäßige Kontrollen rund um Haus, Garten und Balkon helfen dabei, ihre Verbreitung zu verlangsamen und mögliche Gesundheitsrisiken zu reduzieren.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

„Die Eindämmung der Asiatischen Tigermücke gelingt nur gemeinsam. Jede Wasseransammlung, die wir beseitigen oder entleeren, kann verhindern, dass die Mücken ihre Eier ablegen. Mit wenigen Handgriffen im eigenen Garten und auf der Terrasse lässt sich viel bewirken“, betont Gesundheitsdirektorin Theresa Geley.

Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und gilt als besonders anpassungsfähig. Anders als heimische Stechmücken ist sie überwiegend tagsüber aktiv und kann sich bereits in kleinsten Wasseransammlungen vermehren – etwa in Regentonnen, Blumentopfuntersetzern oder Gießkannen. Begünstigt wird ihre Ausbreitung unter anderem durch städtische Wärmeinsel-Effekte und künstliche Bewässerung. Diese Faktoren erhöhen den Bruterfolg und verbessern die Überlebensbedingungen der Tigermücke.

Risiko in Tirol derzeit gering

Die Asiatische Tigermücke gilt als möglicher Überträger von mehr als 20 verschiedenen Krankheitserregern. Viele davon – darunter Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren – können von heimischen Stechmückenarten nicht übertragen werden.

Gesundheitsdirektorin Geley erklärt: „Auch wenn das Risiko einer Krankheitsübertragung in Tirol derzeit gering ist, nehmen wir die Ausbreitung der Tigermücke sehr ernst. Ein frühzeitiges Monitoring und die Mithilfe der Bevölkerung sind entscheidend, um neue Vorkommen und eine weitere Verbreitung frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu setzen.“

Zum persönlichen Schutz empfiehlt sie, Mückenstiche möglichst zu vermeiden. Helle, langärmelige Kleidung, Insektenschutzmittel sowie Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen bieten einen wirksamen Schutz.

AGES-Monitoring und Meldungen per App

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) überwacht die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Rahmen eines österreichweiten Gelsenmonitorings.

Zusätzlich kann die Bevölkerung aktiv mithelfen: Verdächtige Funde sollen über die kostenlose App „Mosquito Alert“ gemeldet werden. Die hochgeladenen Fotos werden von Experten geprüft und leisten einen wichtigen Beitrag zur Überwachung der Verbreitung.

Über die App können neben der Asiatischen Tigermücke auch weitere gebietsfremde Gelsenarten gemeldet werden – darunter die Japanische Buschmücke und die Koreanische Buschmücke. Ebenso sind Meldungen der in Österreich bislang nicht nachgewiesenen Gelbfiebermücke sowie der heimischen Gemeinen Stechmücke möglich. Letztere gilt unter den heimischen Arten als bedeutendster Überträger von Krankheitserregern wie dem West-Nil-Virus. Bestätigte Fundorte werden auf einer öffentlich zugänglichen Karte dargestellt.

Asiatische Tigermücke erkennen

Die Asiatische Tigermücke ist an ihren schwarz-weißen Streifen an Beinen und Körper sowie an einem markanten weißen Längsstreifen auf dem Rücken erkennbar. Sie ist kleiner als eine 1-Cent-Münze und fällt insbesondere durch ihre tagaktive Lebensweise auf.

Einfache Maßnahmen, um Brutstätten zu beseitigen

Um Brutstätten von Tigermücken zu vermeiden, sollten Wasseransammlungen regelmäßig kontrolliert und beseitigt werden. Besonders nach Regenfällen ist Vorsicht geboten. Folgende Maßnahmen helfen dabei:

  • Regelmäßig entleeren: Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Vogeltränken oder Regentonnen mindestens einmal pro Woche leeren oder abdecken.

  • Kleinstwasserstellen vermeiden: Schirmständer, Zaunrohre oder ähnliche Hohlräume abdecken oder mit Sand füllen.

  • Dachrinnen reinigen: Verstopfte Dachrinnen und Abläufe von Schmutz befreien.

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