Der Spatenstich fand statt.

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Spatenstich für neuen Schlachthof in Rankweil

Der Schlachthof beim Besucherzentrum Gstach wird von der „Zämma Schlacht- und Zerlege GmbH“ errichtet und betrieben. Jährlich sollen dort rund 6.000 Stück Vieh geschlachtet und verarbeitet werden.

Die Landesräte Christian Gantner und Daniel Allgäuer betonen: „Nach drei intensiven Jahren der Planung, Diskussion und Finanzierungsfragen geht es jetzt endlich los: Mit dem Bau des neuen Schlachthofs setzen wir ein zentrales Projekt für die Zukunft unserer Landwirtschaft, für regionale Wertschöpfung und für das Tierwohl in Vorarlberg um.“

Landesstrategie „Landwirt.schafft.Leben“

Der neue Schlachthof wird von der Zämma Schlacht- und Zerlege GmbH errichtet und betrieben. Damit entsteht ein Standort mitten in Vorarlberg, der es den Landwirtschaftsbetrieben ermöglicht, ihre Tiere im Land zu schlachten – zentral gelegen und den höchsten Standards in Sachen Tierwohl entsprechend. Lange Transportwege werden damit vermieden, die bäuerlichen Betriebe entlastet und die regionale Verarbeitungskette vom Stall bis zum Kaufregal gestärkt. Das Projekt ist zugleich ein wichtiger Meilenstein in der Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft.Leben“, die auf regionale Kreisläufe, Tierwohl und nachhaltige Wertschöpfung setzt.

Mit dem Bau des neuen Schlachthofs setzen wir ein zentrales Projekt für die Zukunft unserer Landwirtschaft in Vorarlberg um.

Christian Gantner

„Ich habe nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir diesen Weg konsequent gehen werden – auch wenn er herausfordernd war. Heute zeigt sich: Das Durchhalten hat sich gelohnt. Wir schaffen eine moderne, zukunftsfähige und am Tierwohl orientierte Lösung, die bäuerliche Betriebe, regionale Metzgereien und Konsumenten gleichermaßen darin stärkt, auf Bio, hohe Qualität und Regionalität aus Vorarlberg zu setzen“, so Landesrat Gantner.

Das klare Bekenntnis dazu zeige sich nicht nur beim Griff ins Regal oder bei einem Blick in die Speisekarte, sondern beginne bei der bewussten Entscheidung, Tiere hier in Vorarlberg zu halten und zu schlachten. Mit dem neuen Standort wird nun die gesamte Fleischwertschöpfungskette im Land verankert – von der Tierhaltung über die Schlachtung und Zerlegung bis zur Vermarktung.

Regionale Unabhängigkeit

Erfahrungen aus vergangenen Jahren, etwa im Zusammenhang mit Tierseuchen oder pandemiebedingten Einschränkungen, hätten deutlich gezeigt, wie wichtig funktionierende regionale Strukturen sind. Wenn Schlachtungen im eigenen Land möglich sind, könnten notwendige Maßnahmen rasch und eigenständig gesetzt werden – ohne lange Transportwege oder Abhängigkeiten von ausländischen Betrieben.

„Gerade in solchen Situationen zeigt sich, dass regionale Fleischverarbeitung nicht nur eine Frage der landwirtschaftlichen Wertschöpfung, sondern auch der Versorgungssicherheit und des Tierwohls ist“, unterstreicht Gantner die Bedeutung der Standortwahl.

Am neuen Schlachthof sollen jährlich rund 6.000 Nutztiere geschlachtet und zerlegt werden. Die Inbetriebnahme ist schon für kommendes Jahr geplant. Das Land Vorarlberg unterstützt die Investitionen mit rund 3 Millionen Euro.