In Wiesen fiel kürzlich der offizielle Startschschuss für die Erdbeerernte. Damit beginnt für die darauf spezialisierten Betriebe die intensivste Zeit des Jahres. Die Früchte zeigen sich heuer besonders aromatisch, doch die Ausgangslage war alles andere als einfach. Ein trockenes Frühjahr hat die Bestände zunächst gebremst, erst die Niederschläge der vergangenen Wochen brachten die entscheidende Entwicklung in Geschmack und Qualität.
Im Erdbeerzentrum des Landes wird auf rund 40 Hektar angebaut, getragen von etwa 30 Betrieben. Rund die Hälfte der Fläche liegt im Bezirk Mattersburg. Der Großteil der Produktion erfolgt im Freiland, nur ein kleiner Anteil in Folientunneln oder geschütztem Anbau, ein Segment, das laut Produzenten an Bedeutung gewinnt, um Erträge besser abzusichern. Die Prognosen gehen derzeit von einer mengenmäßig durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Ernte aus, bei gleichzeitig sehr guter Fruchtqualität.„Durch die lange Trockenheit im Frühjahr rechnen wir heuer mit einer mengenmäßig eher durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Ernte. Aufgrund der Niederschläge der letzten Tage und der wärmeren Temperaturen konnten sich Qualität und Geschmack der Erdbeeren aber ausgezeichnet entwickeln“, sagt Erdbeerbauer Christoph Ramhofer.
Auch der Marktstart zeigt sich stabil: Direktvermarktung ab Hof, Verkaufsstände am Feldrand, Bauernläden und der Lebensmittelhandel bleiben die wichtigsten Absatzwege. Preislich dürfte sich die Erdbeere wie im Vorjahr bei rund 13 Euro je Kilogramm bewegen.
Neben dem Wetter wächst jedoch der strukturelle Druck. Investitionen in Hagelnetze, Frostschutz und Bewässerungssysteme gelten zunehmend als Voraussetzung, um Erträge abzusichern.
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