Aerial view of a blue tractor plowing a field, dividing the brown tilled soil from the vibrant green grass.

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Ein hoher Hektarertrag schützt das Klima

Die Annahme, dass eine Extensivierung der Landwirtschaft besser für die Umwelt und insbesondere für das Klima sei, ist bei genauer und globaler Betrachtung nicht richtig. Die Anforderungen an die Landwirtschaft sind enorm. Nicht nur muss die stark steigende Nachfrage nach Lebensmittel befriedigt werden, sondern es sollen auch zunehmend nachwachsende Rohstoffe von der Landwirtschaft geliefert werden. Außerdem, braucht der Markt nicht nur Futtergetreide, sondern auch Qualität.

Seit 1960 wurde die globale Getreideproduktion verdoppelt und die Menschheit beansprucht heute ein Drittel aller Landökosysteme. Selbst bei gleichbleibender Produktivität müssen in den kommenden Jahrzehnten weitere 10 Milliarden Hektar Ackerland gewonnen werden, um die wachsenden Bedürfnisse der Menschheit zu stillen.

Die Ausdehnung von Ackerland hat verheerende Auswirkungen auf den Klimawandel und auch auf die Artenvielfalt. Nicht nur die Rodung von Wäldern, sondern kleinere Landnutzungsänderungen wie die Umwandlung von Grünland in Ackerland verursacht mehr Treibhausgasemissionen als z.B. die Düngung. Aus diesem Grund ist der Grünlandumbruch in vielen europäischen Ländern untersagt oder zumindest eingeschränkt.

Eine nachhaltige Intensivierung ist klimafreundlich

Wird der erhöhte Landbedarf berücksichtigt, um Ertragsminderungen auszugleichen, dann relativiert sich der Einfluss der Düngung. Eine möglichst klimafreundliche Landwirtschaft maximiert die Erträge pro Hektar, bei gleichbleibendem oder sogar geringerem Ressourceneinsatz. Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:

1. Bei der Düngemittelproduktion

LAT Nitrogen hat schon heute eine der effizientesten Produktionsanlagen und emittiert im internationalen Vergleich relativ wenig Treibhausgase. Durch den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff (H2 aus Biomethan oder Elektrolyse) können die Emissionen um weitere 80 % verringert werden.

2. Bei der Düngeranwendung

LAT Nitrogen entwickelt digitale Anwendungen (NutriGuide®) für eine ressourcenschonende und nachhaltige Intensivierung:

· Eine gute Düngeplanung  ermittelt das optimale Produkt und empfiehlt die Anwendung zur richtigen Zeit in der richtigen Menge.

· Die teilflächenspezifische (variable) Düngung optimiert Erträge und Qualität bei gleicher oder reduzierter Düngung. Die Menge an Stickstoff wird an den Nährstoffbedarf der Kultur angepasst und berücksichtigt Unterschiede in der Ertragsentwicklung. Das bedeutet eine effizientere Nährstoffverteilung innerhalb eines Feldes.

· Der N-Pilot® misst den Stickstoffbedarf während der Vegetationsperiode. Das erlaubt eine Anpassung der Düngung an den tatsächlichen Nährstoffbedarf.

Eine Steigerung der Stickstoffeffizienz wirkt sich nicht nur positiv auf Klima und Umwelt aus, sondern auch auf das Einkommen des landwirtschaftlichen Betriebes. So lassen sich zukünftige Herausforderungen in der Landwirtschaft seitens Düngung meistern.