Sekt-Pressekonferenz

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„Der Sekt hat sich bislang gut behauptet“

Rechtzeitig zum „Tag des Sekt Austria“ am 22. Oktober lud das „Österreichische Sektkomitee“ zur Jahrespressekonferenz. Ein Blick auf die größten Chancen und Herausforderungen der Branche.

Wie viele andere alkoholischen Getränkekategorien – von Bier bis Spirituosen – steht auch der Schaumweinmarkt aktuell vor wirtschaftlichen Herausforderungen. „Der Sekt hat sich bislang gut behauptet und bleibt mit einem moderaten Rückgang von 1,6 Prozent beim Absatz und 1,9 Prozent beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil“, sagte Aurore Jeudy, Kellermeisterin Schlumberger und Vorsitzende des Österreichischen Sektkomitees bei der Veranstaltung heute Montag im Burgtheater.

Präziser, eleganter Jahrgang 2025

Zuversichtlich macht die Qualität der heuer in Österreich geernteten Trauben für Sektgrund- und Stillweine. Michael Malat, Winzer und Sekthersteller sowie Leiter Marketingausschuss Sekt Austria: „Es ist ein sehr feiner, sehr präziser, eleganter Jahrgang. Nicht zu üppig, nicht zu wuchtig, genau das, was der Markt braucht“. Begünstigt haben die Qualität der Sektgrundweine auch die höheren Säurewerte und niedrigen pH-Werte, während die Weinerntemenge hierzulande generell größer war als im Vorjahr.  Malat schätzt die Steigerung auf 10 bis 15 Prozent, beim Sekt war sie „vielleicht sogar ein bisschen mehr“. Denn der Branchekenner vermutet, dass wegen des derzeit schwer absetzbaren Rotweins mehr rote Trauben als sonst zur Sektproduktion genutzt wurden.

Struktur muss an EU-Vorgaben angepasst werden

Aktuell werden in Weinbaugebieten und Weinbauvereinen Österreichs Vorbereitungen getroffen, um die laut EU-Weingesetz vorgeschriebenen Erzeugervereinigungen zu gründen. Für Sekt Austria ergibt sich durch das EU-Weingesetz die Notwendigkeit, seine Struktur neu aufzusetzen, da „die größte Einheit für eine Herkunft geschützten Ursprungs ein Bundesland ist und die bisherige Zuständigkeit für ganz Österreich damit nicht mehr möglich ist“, so die Verantwortlichen. Aktuell werde begonnen, darüber zu sprechen, wie Sekt Austria als Produktspezifikation in die neu gegründeten Erzeugervereinigungen integriert werden könne.

Die Österreich Wein Marketing (ÖWM) möchte indes junge Leute (20 bis 35 Jahre) „noch stärker mit dem österreichischen Wein und somit auch mit dem österreichischen Sekt zusammenbringen“ berichtete  Georg Schullian, ÖWM. Neue Sektbotschafterin ist übrigens Christa Kummer-Hofbauer, die als Moderatorin der Wetterredaktion im ORF einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.

Sekt Austria

Mit der Einführung der höchsten österreichischen Schaumweinkategorie Sekt Austria stellten die heimischen Produzenten 2015 die Weichen für kompromissloses Qualitätsstreben auch beim Sekt. Seitdem ist österreichischer Sekt mit geschütztem Ursprung und geprüfter Qualität für Konsumenten auf einen Blick erkennbar: an der rotweißroten Banderole auf der Kapsel und den drei Kategorien Sekt Austria, Sekt Austria Reserve und Sekt Austria Große Reserve, die ausschließlich Sekt Austria auf dem Etikett anführen darf.

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