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Alpenländer bauen Zusammenarbeit bei Wolf und Bär aus

Die Mitgliedsländer der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) vertiefen ihre Zusammenarbeit beim Monitoring von Wölfen. Künftig sollen auch Daten zum Bären systematisch erfasst und zwischen den Regionen ausgetauscht werden.

Seit 2022 arbeiten die zehn Mitgliedsländer der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) beim Monitoring von Wölfen eng zusammen. Ziel ist eine möglichst verlässliche Datengrundlage über Vorkommen und Entwicklung der Tiere.

Bei einem Treffen von Fachexpertinnen und -experten der Mitgliedsländer sowie nationaler Koordinierungsstellen in Bregenz wurde vereinbart, den Datenaustausch weiter auszubauen. Die Daten sollen als Grundlage für abgestimmte Managementmaßnahmen dienen.

Der Wolf kennt – ebenso wie der Bär – keine Landesgrenzen. Deshalb darf auch das Management nicht dort enden.

Tirols LH-Stv. Josef Geisler

Künftig auch Datenaustausch zum Bären

Neben den bisherigen Monitoringdaten zum Wolf soll künftig auch der Bär stärker in den Informationsaustausch einbezogen werden. Vorgesehen ist der Austausch von Daten zur räumlichen Ausbreitung und Genetik der Tiere sowie Informationen über von Bären verursachte Schäden.

Auf Antrag Tirols wird zudem an der technischen Umsetzung einer länderübergreifenden genetischen Datenbank für große Beutegreifer gearbeitet. Diese soll an eine bestehende Datenbank in Slowenien angebunden werden. „Der Wolf kennt – ebenso wie der Bär – keine Landesgrenzen. Deshalb darf auch das Management nicht dort enden. Wir brauchen eine gute Datengrundlage auf Landesebene, in ganz Österreich und im internationalen Austausch“, betont Tirols Agrarreferent und Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler.

Berichte zu Wolf und Almwirtschaft

Seit 2022 veröffentlichen die ARGE-ALP-Mitglieder außerdem gemeinsame Berichte zum Wolfsmonitoring und zu Kennzahlen der Berglandwirtschaft. Darin werden unter anderem Entwicklungen bei Wolfsnachweisen sowie mögliche Auswirkungen auf die Almwirtschaft dargestellt.

Der Bericht für die Jahre 2024 und 2025 wird derzeit unter Federführung des aktuellen Vorsitzlandes Vorarlberg erstellt und soll im Herbst 2026 erscheinen. Künftig sollen darin auch Daten zum Bären enthalten sein.

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