Im Dezember ist das Wetter in Tirol oft milder als man sich erhofft. Kurz vor den Feiertagen schieben Atlantiktiefs warme, feuchte Luft nach Osten. Diese West- bzw. Südwestlagen verdrängerndie kalte, winterliche Luft in den Tälern.. Das führt zu Tau, Regen und schwindendem Schnee in vielen Tälern.
Weiße Weihnachten sind deshalb in tiefen Lagen seltener geworden. Langfristige Auswertungen zeigen außerdem einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen an den Weihnachtstagen. Dadurch sinkt die Chance auf geschlossene Schneedecken in den Niederungen zusätzlich.
Keine Überraschung
Für Familien und Kinder ist das oft enttäuschend. Rodelhänge bleiben grün, Pistenöffnungen werden verschoben oder eingeschränkt. Künstliche Beschneiung hilft nur bedingt. Bei anhaltender Milde schmilzt Kunstschnee schnell wieder.
Das Weihnachtstauwetter ist aus meteorologischer Sicht keine Überraschung. Statistiken zeigen, dass in vielen Jahren rund um die Weihnachtsfeiertage milde Phasen vorkommen. Seit den 1990er Jahren ist die Häufigkeit weißer Weihnachtstage in vielen Landeshauptstädten zurückgegangen; Innsbruck bleibt vergleichsweise noch besser gestellt als tiefer gelegene Orte.
Hoffnungsträger Jänner
Ein kleiner Trost: Der wirkliche Winter meldet sich oft im Jänner zurück, da dieser Monat klimatisch meist kälter ist als der Dezember.
Nord- und Nordwest-Staulagen sind im Jänner häufiger. Diese Lagen bringen feuchte Luft gegen die Alpen und sorgen für ergiebigen Schneefall — besonders an der Alpennordseite und in höheren Lagen Tirols.
Das heißt konkret: Wer an Weihnachten nur Tau erlebt, muss nicht resignieren.
Oft kommen mit dem Jahreswechsel kalte Temperaturen und frischere Schneefälle.
Hochgelegene Skigebiete und Nordstau-Regionen bleiben auch künftig die verlässlichsten Orte für Pistenspaß und Rodeln.
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