Unter dem Motto „verwurzelt wachsen“ feierte die Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement ihr 99-jähriges Bestehen. Die Veranstaltung bot nicht nur einen historischen Rückblick, sondern zeigte eindrucksvoll, wie modern und gesellschaftlich relevant Hauswirtschaft heute ist.
99 Jahre Entwicklung und Bildungsauftrag
Direktor Josef Norz präsentierte in seiner Rede wichtige Meilensteine der Bildungsstätte: Der Grundstein für die heutige Fachschule wurde 1924 gelegt, 1926 startete der erste Winterkurs für Mädchen. Trotz knapper Mittel entwickelte sich die Schule rasch zu einem wichtigen Bestandteil der landwirtschaftlichen Ausbildung in Tirol. Bereits damals wusste man: „Der Betriebserfolg wird nicht allein vom Fleiß des Landwirtes, sondern auch von der Tüchtigkeit der Hausfrau bestimmt.“ Erweiterungen in den 1960er-Jahren, die Expositur Bruck (1981), der Beginn der zweijährigen Fachschule (1988/89) sowie der große Zubau 1993 markierten zentrale Entwicklungsschritte. Seit 1999/2000 wird eine dreijährige Fachschule geführt, die mit dem Facharbeiterabschluss endet. 2011 wurde auch die Expositur Bruck wieder in Rotholz integriert.
Zeitgemäße Kompetenzen
Fachvorständin Maria Gschwentner betonte in ihrer Festrede, dass Hauswirtschaft heute aktueller sei denn je: „Hauswirtschaft braucht jeder. Sie schafft einen Mehrwert für Familie und Region, sie ist nachhaltig, ermutigt und vermittelt Lebenskompetenz.“
Die Schule setzt auf ein modernes Verständnis von Hauswirtschaft. Dazu gehören ein breites Spektrum an Alltags-, Sozial- und Managementkompetenzen, starke Praxisorientierung sowie zertifizierte Nachhaltigkeitsstandards als Umweltzeichen-, Ökolog- und Gesunde Schule.
Viele Schülerinnen waren bei der Organisation und Durchführung der Feierlichkeiten dabei.
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Zahlreiche Ehrengäste waren zur 99er-Feier geladen.
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Die Schülerinnen waren bei der Feier fest eingebunden.
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Der Rotholzer Schulchor unter der Leitung von Maria Christine Nagiller umrahmte den Festakt mit feierlichen Gesängen.
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Vielfalt
Die FSBHM bietet heute
mehrere Schwerpunkte, die Jugendlichen vielfältige berufliche Perspektiven eröffnen:
Pflegekooperation mit dem Bildungszentrum Schwaz – ein Semester Anrechnung für die Pflegeassistenzausbildung
Ausbildung zur Assistenzkraft in Kinderbetreuungseinrichtungen – ein abgeschlossener Beruf im Rahmen der dreijährigen Fachschule
Betriebs- und Haushaltsmanagement als praxisorientierte Basisausbildung mit
Zugang zu Aufbaulehrgän-
gen, Berufsreifeprüfung und vielen Anrechnungen in Lehrberufen
Verantwortung
Festreferentin Bernadette Abendstein vom Steudltenn beschrieb Hauswirtschaft als umfassende Verantwortung, die weit über Kochen und Putzen hinausgeht: „Haushaltsmanagement bedeutet, tagtäglich Entscheidungen zu treffen – für einen selbst, für die Familie, für die Gesellschaft. Entscheidungen für gesunde Lebensmittel, für regionale Produkte, für Tradition und Moderne, für Nachhaltigkeit, aber auch für Kultur und Gemeinschaft.“
Sie betonte die Notwendigkeit von Kompetenz, Überblick und Verantwortungsbewusstsein: „Es braucht Managementqualitäten, um den Balanceakt zwischen Beruf, Familie und Gesellschaft zu schaffen. Hauswirtschaft ist die Kunst, das Leben im Gleichgewicht zu halten.“ Abendstein würdigte die Schule als Ort, an dem Wissen lebendig wird: „Hier wird Alltag zur Inspiration, Lernen zur Kultur.“
Blick nach vorn
Die 99-Jahr-Feier wurde als Green Event Tirol durchgeführt und bot zahlreiche Programmpunkte: musikalische Beiträge, Jahrgangstafeln, ein Erzählcafé, das Hauswirtschaftsmuseum, ein humorvolles Küchentheater sowie eine Fotobox. Ein eigens abgefüllter Jubiläumswein rundete den Festtag ab.
Nach 99 Jahren zeigt die Schule, dass Hauswirtschaft ein dynamisches, modernes Bildungsfeld geblieben ist – fest verwurzelt in regionalen Werten und offen für neue Anforderungen. Mit engagierten Lehrkräften, hoher Nachfrage und einem zeitgemäßen Angebot blickt Rotholz selbstbewusst in die Zukunft.
Fachvorständin Maria Gschwenter und Direktor Josef Norz stoßen mit dem Jubiläumswein an.
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Landesbäuerin Helga Brunschmid
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Direktor Josef Norz und Landesschulinspektor Stephan Prantauer erhielten von Fachvorständin Maria Gschwentner ein Geschenk für die jahrelange gute Zusammenarbeit.
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Farbenfrohe Desserts
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Landesschulinspektor Stephan Prantauer
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Festreferentin Bernadette Abendstein
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Direktor Josef Norz
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Wie war es damals, wie wird es in Zukunft?
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Sehenswerte Tanzvorführung.
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In der Küche wurden Kompetenzen präsentiert.
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Waage damals und in Zukunft.
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Bilder aus vergangenen Zeiten.
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