Die Entwicklung der steirischen Rinderzucht im letzten Jahrhundert kann sich durchaus sehen lassen. Organisiert über Viehzuchtgenossenschaften und Zuchtverbände wurde ständig an der Weiterentwicklung der Rinderhaltung gearbeitet.
Mit 1. Jänner 2003 begann die Zucht- und Vermarktungsarbeit der Rinderzucht Steiermark, nunmehr Rind Steiermark. Diese wurde durch Fusion der bis dahin bestandenen Zuchtverbände gegründet. Obmann ist Matthias Bischof aus Oberwölz, die Geschäftsführung hat Peter Stückler inne. „Die Lebensmittelversorgung im Land ist mengenmäßig gesichert. Österreich hat aber auch den Anspruch auf höchste Lebensmittelqualität, die gesetzlich streng geregelt ist. Somit sind die Anforderungen an die Landwirte ebenfalls sehr hoch, die Rinderzüchter fahren mit Sicherheit das höchste Niveau“, so Geschäftsführer Stückler.
Erzeugerpreise
Für eine gesicherte Lebensmittelversorgung sind zufriedenstellende Erzeugerpreise notwendig, um den Fortbestand der Betriebe zu sichern. Für den Obmann und aktiven Rinderzüchter Matthias Bischof ist es wichtig zu betonen, dass die Landwirte ihre Betriebe so bewirtschaften können, dass diese an die nächsten Generationen weitergeben können. „Man versucht von uns höchste Qualität einzufordern, ist dann aber nicht immer bereit, dafür auch mehr zu bezahlen“, so Bischof.
Derzeit sind die Preise für Lebendrinder wie auch für Milch recht gut. Dies sei vor allem auf das geringere Angebot zurückzuführen, ergänzt Peter Stückler.
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GF Peter Stückler und Obmann Matthias Bischof leiten die Geschicke der Rind Steiermark.
Struktur
Aktuell zählt Rind Steiermark 5250 Mitglieder, davon sind rund 2200 reine Marktbeschicker. Die Wertschöpfung für die Landwirtschaft aus dem Marktgeschehen der Rind Steiermark mit seiner Tochtergesellschaft mit etwas über 50.000 Rindern, von Kälbern aufwärts betrage im Jahr rund 65 bis 70 Million Euro. „Unser Ziel ist, dass mit den Preisen auf den Märkten die Landwirte ein gesichertes Einkommen erwirtschaften“, so Peter Stückler. Insgesamt sind 45 Mitarbeiter beschäftigt, 16 in Vollzeit, der Rest vorwiegend bei den Märkten in Teilzeit. „Jeder der Milch und Fleisch produziert, muss betriebswirtschaftlich denken. Damit ist auch ein bestimmtes Leistungsvermögen verbunden, um die anfallenden Kosten entsprechend abdecken zu können. Deshalb sind Höchstleistungen nie Selbstzweck“, so Peter Stückler. Matthias Bischof wünscht sich von der Gesellschaft mehr Anerkennung der Arbeit der Landwirtschaft. Auch mit entsprechender Bereitschaft, für hohe Qualität den notwendigen höheren Preis zu bezahlen.
Man versucht von uns höchste Qualität einzufordern, ist dann aber nicht immer bereit, dafür auch mehr zu bezahlen.
Matthias Bischof
Obmann Rind Steiermark
Aktiver Rinderzüchter
Gottfried Seidl aus Zeutschach bei Neumarkt verkaufte bei der Zuchtrinderversteigerung in Traboch mit recht gutem Preis eine Jungkuh. Für ihn ist in 1050 Meter Seehöhe die Viehzucht das wichtigste Standbein für den Betrieb, 35 Kühe stehen im Kuhstall. Er betreibt Rinderzucht aus Überzeugung, wenn auch an allen 365 Tagen im Jahr pünktlich mit dem Melken der Kühe viel Arbeit anfällt.
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