Bayerischer Waldbauerntag

Copyright © BayWBV

Schulterschluss gegen EU-Verordnung

Beim Waldbauerntag in München fordern Verbände aus Bayern und Österreich Änderungen an der Wiederherstellungsverordnung. Im „Münchner Appell“ sprechen sie sich klar für eine Überarbeitung aus.

Rund 600 Gäste nahmen am bayerischen Waldbauerntag in München teil, bei dem der „Münchner Appell“ zur Wiederherstellungsverordnung unterzeichnet wurde. In Anwesenheit von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger bekräftigten bayerische und österreichische Wald- und Landwirtschaftsverbände ihre gemeinsame Position.

Aussetzung und Überarbeitung

Zentrales Anliegen ist die Unterstützung der Initiative der bayerischen Staatsregierung, eine Aussetzung und Überarbeitung der Wiederherstellungsverordnung auf EU-Ebene einzuleiten. Die Verbände sehen in der aktuellen Ausgestaltung eine Gefährdung für die Anpassung der Land- und Forstwirtschaft an den Klimawandel. Statt starrer Vorgaben brauche es flexible und praxisnahe Lösungen, um auf sich verändernde Bedingungen reagieren zu können.

Auch österreichische Vertreter beteiligten sich am Schulterschluss. Für den Waldverband nahm ÖR Rudolf Rosenstatter an der Unterzeichnung teil. „Die Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum ist ein Gebot der Stunde. Gegen eine europäische Fehlentwicklung müssen wir gemeinsam aufstehen. Wir sind glühende Europäer, aber dieser Irrweg muss genauso wie bei der EUDR beendet werden. Einen solchen Anschlag auf das Eigentum können wir nicht hinnehmen“, betont Rosenstatter.

Weitere Artikel