Biber am Wasser

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Biber und Fischotter: Diesner-Wais erhöht Druck auf LR Rosenkranz

Die Diskussion um den Umgang mit Bibern und Fischottern in Niederösterreich gewinnt erneut an Schärfe. Die Waldviertler Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais übt deutliche Kritik an Tierschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz und fordert rasche Maßnahmen zur Eindämmung der wachsenden Probleme, die durch die geschützten Tiere verursacht würden.

Auslöser sind aktuelle Aussagen der Landesrätin in der „Kronen Zeitung“, die bei Diesner-Wais auf Unverständnis stoßen. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, suche Rosenkranz nach Ausreden und verweise auf andere Bundesländer, so die Abgeordnete. Für Gemeinden, Grundeigentümer und landwirtschaftliche Betriebe sei diese Haltung nicht nachvollziehbar. „Es braucht endlich konkrete Lösungen statt weiterer Verzögerungen“, betont Diesner-Wais.

Mehr Spielraum bei Entnahmen gefordert

Besonders kritisch sieht die Politikerin, dass bestehende europarechtliche Möglichkeiten ihrer Ansicht nach nicht ausreichend genutzt werden. Als Beispiel nennt sie Oberösterreich, wo bereits weiterreichende Regelungen für die Entnahme von Bibern und Fischottern gelten. Niederösterreich hinke hier hinterher, obwohl die Problemlage seit Jahren bekannt sei.

Nach Ansicht von Diesner-Wais sind die Folgen längst nicht mehr nur wirtschaftlicher Natur. Vor allem die Aktivitäten von Bibern könnten bei Starkregen- und Hochwasserereignissen zu einem Sicherheitsrisiko werden. Durch Dämme und Eingriffe in Gewässerläufe könne sich die Gefahr für Infrastruktur und Anrainer erhöhen. Deshalb müsse rascher gehandelt und die Genehmigung von Entnahmen vereinfacht werden.

Die Abgeordnete kündigt an, den politischen Druck weiter zu erhöhen. In den kommenden Wochen und Monaten sollen in Gemeinden, Bezirksbauernkammern sowie in der Landwirtschaftskammer entsprechende Anträge und Resolutionen eingebracht werden. Ziel sei es, den Handlungsbedarf gegenüber der zuständigen Landesrätin deutlich zu machen und praktikable Lösungen für betroffene Gemeinden und Betriebe zu erreichen.

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