Die dritte Ausgabe der „Communale OÖ“ widmet sich dem Bauernkrieg in Oberösterreich. Ziel ist es, die Geschichte für alle Generationen verständlich zu machen und Bezüge zur heutigen Zeit herzustellen.
Von April bis November 2026 wird dazu an mehr als 27 Orten in Oberösterreich ein umfangreiches Programm mit circa 130 Projekten umgesetzt. Dieses reicht von Theater, Performance und Tanz über Volks- und Blasmusik bis zu Literatur, Diskurs und zeitgenössischer Kunst. Auch religiöse und gesellschaftliche Fragestellungen werden aufgegriffen.
Landeshauptmann Thomas Stelzer betont: „400 Jahre nach dem Bauernkrieg geht es nicht nur um das Erinnern, sondern vor allem um das Verstehen.“
Auftakt und Ausstellung
Ein Fixpunkt der Communale ist die Ausstellung „Bauernkrieg 1626 – Zwischen Geschichte und Fiktion“, die am 8. Mai im Schlossmuseum Linz eröffnet wird. Diese macht deutlich, wie wenig originale Zeugnisse der Bauern selbst überliefert sind. Die einzigen Fakten, die von den Bauern aus dieser Zeit stammen, sind vier einzelnen Knöpfe. Schriftliche Quellen gebe es deshalb kaum.
Alfred Weidinger, Geschäftsführer der OÖ Landes-Kultur GmbH betont: „Wir kennen die Geschichte der Adeligen, der Aristokratie, auch der Religionsführer. Die Bauern hatten jedoch keine Stimme. Sie waren nicht schriftkundig."
Das Wissen über den Bauernkrieg stammt daher großteils aus Berichten von Adel, Kirche und späteren Darstellungen. Genau diese Überlieferungen werden in der Ausstellung hinterfragt und neu eingeordnet.
Landeskulturdirektorin Margot Nazzal erkärt: „Der Bauernkrieg von 1626 ist in sich ein sehr interessantes Ereignis. Fast interessanter ist die Art und Weise, wie er später interpretiert wurde.“
Mut-Orte und mobile Formate
Themen wie Mut, Zusammenhalt und Widerstand ziehen sich durch das gesamte Programm. Mit dem Vermittlungsprogramm „MUT³“ werden Schulklassen aller Schulstufen eingebunden. Ergänzt wird das Angebot durch Familienprogramme und mobile Formate wie den „KIOSK“ sowie das mobile Museum „Kurti“, das Inhalte des Bauernkriegs direkt in die Gemeinden bringt. Die beteiligten Gemeinden treten als „Mut-Orte“ auf und setzen eigene thematische Schwerpunkte – von „Mut zum Frieden“ bis „Mut zur Zukunft“.
Das gesamte Programm ist unter communale.at/programm zu finden.
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