Der Wille von Landwirtinnen und Landwirten, in Energieeffizienz, erneuerbare Wärme und höhere Energieeigenversorgung zu investieren, ist groß. Das zeigte sich allein durch die Tatsache, dass die vier Millionen Euro für diese Fördertranche innerhalb von vier Wochen ausgeschöpft waren. Deutlich mehr als 50 Prozent der bundesweit verfügbaren Mittel wurden von heimischen Betrieben beantragt. „Unsere Bäuerinnen und Bauern zeigen, dass sie Verantwortung für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Energieversorgung übernehmen“, freut sich Oberösterreichs Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger. Die Energieberatung der LK OÖ unterstützte Betriebe dabei gezielt. „Aus unserer Sicht sollte das Förderprogramm unbedingt weitergeführt werden“, meint Waldenberger daher.
Das Programm „Energieautarke Bauernhöfe“ wurde im Zuge der ökosozialen Steuerreform 2021 geschaffen und verfolgt das Ziel, die Versorgungssicherheit im Land- und Forstwirtschaftssektor zu erhöhen. Im Mittelpunkt stehen die Optimierung des Energieeinsatzes, die Verbesserung der Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie, der Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe sowie praxistaugliche Notfall- und Resilienzsysteme.
In der ersten Ausschreibungsperiode 2023 bis 2025 waren bundesweit 100 Millionen Euro Förderbudget vorgesehen. Aufgrund der hohen Nachfrage musste die Ausschreibung bereits im Jänner 2025 vorübergehend geschlossen werden. Erst mit dem Klimafonds-Jahresprogramm 2025 konnte die neuen Ausschreibung im März 2026 wieder gestartet werden. Dafür standen aktuell vier Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des Landwirtschaftsministeriums, zur Verfügung.
Mit der Energieberatung der LK OÖ unterstützen wir die Betriebe dabei, erneuerbare Energien sinnvoll einzusetzen.
Franz Waldenberger
Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich
Höchster Anteil in OÖ
Im Förderprogramm „Energieautarke Bauernhöfe“ 2023 bis 2025 sind bisher Fördermittel in der Höhe von insgesamt 48 Millionen Euro an 6.470 Betriebe ausbezahlt beziehungsweise angewiesen worden. 42 Prozent der Mittel entfielen an Oberösterreich.
Jede eingesparte Kilowattstunde bringt Entlastung
Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger sind für die Gesellschaft und die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Jede eingesparte Kilowattstunde entlastet den Betrieb wirtschaftlich und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf insgesamt. Der verstärkte Einsatz heimischer erneuerbarer Energieträger stärkt die regionale Wertschöpfung, erhöht die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und verbessert die Versorgungssicherheit.
Im Sinne der energiepolitischen Ziele hat sich das Team der Energieberatung der LK OÖ intensiv dafür eingesetzt, möglichst viele bäuerliche Betriebe bei der Erstellung von Gesamtenergiekonzepten und beim Einbringen von Förderanträgen zu unterstützen. Diese Beratung ist ein zentraler Baustein, um Investitionen nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich und fördertechnisch optimal zu planen. „Oberösterreichs Bäuerinnen und Bauern bekennen sich zu einem konsequenten Weg des Klimaschutzes, dies muss für sie aber wirtschaftlich verkraftbar gestaltet werden“, Waldenberger.
Copyright © BMLUK, Klima- und Energiefonds, KPC
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