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Zollkaution auf Schweineimporte

China führt ab Mitte September vorläufige Zollkautionen auf europäische Schweinefleischimporte ein. Nach Angaben des Handelsministeriums in Peking sollen Exporteure aus der EU Schweinefleisch unter Marktwert verkauft und damit der chinesischen Branche geschadet haben. Im Zuge des laufenden Antidumpingverfahrens wurden für rund 100 kooperierende europäische Unternehmen individuelle Sätze zwischen 15,6 und 32,7 Prozent festgelegt. Für alle nicht gelisteten Firmen gilt der Höchstsatz von 62,4 Prozent. Die EU-Kommission wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Entscheidung als „bedenklich“ und nicht mit dem Welthandelsrecht vereinbar. Auch Copa/Cogeca reagierten kritisch und warnten vor schweren Folgen für die Schweinebranche, die bereits durch sinkende Exporte nach China und Konkurrenz aus den USA unter Druck steht. Beobachter werten die Maßnahme als Teil des Handelskonflikts mit der EU, nachdem Brüssel im Vorjahr Strafzölle auf chinesische E-Autos verhängt hatte. Ob die Kautionen dauerhaft bestehen bleiben, ist offen. AgE

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