Der 141. Landesbauernrat stand dieses Mal ganz im Zeichen der Neuwahl. Das höchste Gremium des OÖ Bauernbundes hat dabei Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger mit 97,4 Prozent als Landesobfrau bestätigt. Als ihre Stellvertreter fungieren künftig Landtagsabgeordnete Regina Aspalter, Landesbäuerin Johanna Haider, Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger und Nationalratsabgeordneter Klaus Lindinger. Komplettiert wird das neue Bauernbund-Präsidium durch Jungbauern-Landesobfrau Marlene Neuwirth, Altbauern-Landesobmann Karl Grabmayr, Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl, Genossenschaftsanwalt Walter Lederhilger, Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner, Lantagspräsident Max Hiegelsberger und Nationalratsabgeordneter Manfred Hofinger.
Landeshauptmann Stelzer gratulierte
Als erster Gratulant stellte sich Landeshauptmann Thomas Stelzer ein: „Die Wiederwahl von Michaela Langer-Weninger ist ein starkes Vertrauenssignal und Ausdruck ihrer erfolgreichen Arbeit für die Bäuerinnen und Bauern. Sie verbindet fachliche Kompetenz mit Bodenständigkeit und Einsatzbereitschaft. Unsere Landwirtschaft ist ein unverzichtbarer Teil der Identität und der wirtschaftlichen Stärke Oberösterreichs. Dafür braucht es eine starke Interessenvertretung und verlässliche Rahmenbedingungen. Ich wünsche ihr weiterhin viel Erfolg für diese verantwortungsvolle Aufgabe.“
Starke Stimme für die Bauernschaft
In ihrer Rede bedankte sich die wiedergewählte Landesobfrau für das große Vertrauen und betonte die zentrale Rolle einer schlagkräftigen Interessenvertretung angesichts der aktuellen Herausforderungen: „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe stehen heute mehr denn je im Spannungsfeld zwischen hohen Produktionskosten und internationalen Märkten. In vielen Produktionsbereichen der Landwirtschaft ist die wirtschaftliche Situation sehr angespannt. Umso wichtiger ist es, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vereinen. Der Bauernbund ist und bleibt die starke Stimme für unsere Bäuerinnen und Bauern.“
Angesichts der aktuellen agrarpolitschen Entwicklungen betonte Langer-Weninger zentrale Handlungsfelder. So brauche es eine praxistaugliche Weiterentwicklung sowie eine ausreichende Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik in der künftigen Periode: „Davon muss so viel Geld wie möglich für die Landwirtschaft zweckgebunden werden.“
Im Zusammenhang mit dem Green Deal fordert Langer-Weninger realistische Zielsetzungen: „Und das Ganze ohne eine politische Ideologie, sondern auf Basis eines gesunden Hausverstandes. Umweltschutz und landwirtschaftliche Produktion dürfen kein Widerspruch sein – aber sie müssen so gestaltet sein, dass unsere Betriebe auch in Zukunft bestehen können.“ So sei beispielsweise nachwievor völlig unklar, wie die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Natur finanziert werden. Für Langer-Weniger steht fest: Gelder aus dem Agrarbudget kommen dafür nicht in Frage. „Es kann nicht noch mehr Auflagen für die Landwirtschaft ohne zusätzliche finanzielle Mittel geben.“
Die bäuerlichen Familienbetriebe im Land ob der Enns entwickeln sich ständig weiter, auch beim Thema Energieunabhängigkeit: Das sieht man auch daran, dass Oberösterreich beim Förderprogramm zu den energieautarken Bauernhöfen 42 Prozent der bundesweit zur Verfügung stehenden Mittel abgeholt hat. „Das ist auch ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor, insbesondere in unserem veredelungsstarken Bundesland.“
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