VET-Konferenz 2026

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Bundesländer wollen im Veterinärwesen enger zusammenarbeiten

Bei der Landesveterinärreferentenkonferenz in Innsbruck standen Tierseuchen, Rinder- und Rotwildtuberkulose, der Tiergesundheitsdienst, die tierärztliche Versorgung sowie Laborstandorte im Mittelpunkt.

Im Innsbrucker Landhaus fand die Landesveterinärreferentenkonferenz unter dem Vorsitz von Tirols Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler statt. Die politischen Vertreter der Bundesländer berieten über aktuelle Herausforderungen im Bereich Tiergesundheit und Tierseuchenbekämpfung sowie über die Weiterentwicklung veterinärmedizinischer Rahmenbedingungen in Österreich.

„Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer im Veterinärbereich ist. Tierseuchen machen nicht an Landesgrenzen halt. Gerade bei hochspezialisierten Fachthemen ist ein bundesländerübergreifender Austausch nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Gemeinsam können wir vorhandenes Wissen bündeln, Ressourcen effizient einsetzen und im Ernstfall rasch handeln“, betont Geisler.

Unterstützungstruppe für Tierseuchenfälle gefordert

Ein zentrales Thema war die Stärkung der Vorsorge- und Reaktionsstrukturen bei Tierseuchen. Die Geflügelpestausbrüche der vergangenen Jahre sowie der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im benachbarten Ausland hätten gezeigt, wie wichtig rasch verfügbares Fachpersonal ist.

Bereits bei der Konferenz im Dezember 2025 in Graz wurde auf Antrag des Burgenlandes angeregt, eine bundesweite amtstierärztliche Unterstützungstruppe vorzubereiten. Nun beschlossen die Landesveterinärreferenten einstimmig, gemeinsam mit dem zuständigen Bundesministerium und der AGES eine klare Organisationsstruktur für den Einsatz im Seuchenfall zu schaffen.

„Mit der nun beschlossenen Unterstützungstruppe schaffen wir einen klaren Rahmen, um speziell geschulte Amtstierärztinnen und Amtstierärzte im Bedarfsfall rasch und unbürokratisch einsetzen zu können. Das erhöht die Handlungsfähigkeit der Behörden und stärkt die Tierseuchenbekämpfung in ganz Österreich“, betonen Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner und Geisler.

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Bei der Konferenz der LandesveterinärreferentInnen: LR Christian Gantner (Vorarlberg), LHStv Martin Gruber (Kärnten), LHStv Josef Geisler, LHStvin Anja Haider-Wallner (Burgenland), LR Maximilian Aigner (Salzburg).

Rinder- und Rotwild-TBC: Verordnungen sollen rasch novelliert werden

Einstimmig sprachen sich die Landesveterinärreferenten auch für eine rasche Novellierung der Rinder- und Rotwild-TBC-Verordnungen aus. Das europäische Tiergesundheitsrecht sowie die Entwicklungen bei Rotwild-Tuberkulose in Österreich, insbesondere in Tirol und Vorarlberg, würden eine Anpassung notwendig machen.

„Wenn wir bei der Bekämpfung der Rinder- und Rotwildtuberkulose weitere Fortschritte erzielen wollen, müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen an die aktuellen Herausforderungen angepasst werden. Die fachlichen Vorarbeiten liegen auf dem Tisch. Nun braucht es eine rasche Umsetzung durch den Bund“, fordern Geisler und Vorarlbergs Landesrat Christian Gantner.

Die zuständige Bundesministerin wird ersucht, die Novellierungen ehestmöglich umzusetzen und Anfang Juli eine Arbeitsgruppe einzuberufen.

Tierärztliche Versorgung bleibt Schlüsselthema

Breiten Raum nahm auch die tierärztliche Versorgung ein. Diskutiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung des Tiergesundheitsdienstes im Zuge der geplanten Novellierung der Tiergesundheitsdienstverordnung sowie die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung.

„Eine flächendeckende tierärztliche Versorgung ist sowohl für die landwirtschaftlichen Betriebe als auch für den Tierschutz von großer Bedeutung. Tirol hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um die Rahmenbedingungen für Tierärztinnen und Tierärzte zu verbessern. Diese Erfahrungen konnten wir heute mit den anderen Bundesländern teilen“, so Geisler.

Laborstandorte sichern, Synergien prüfen

Auch die Zukunft der veterinärmedizinischen Laboranalytik wurde behandelt. Geplant ist eine gesamtstaatliche Bedarfsanalyse, um Effizienzpotenziale und Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit zu prüfen.

Gleichzeitig wurde die Bedeutung bestehender Standorte betont. „Standorte wie die AGES in Innsbruck sind für die veterinärmedizinische Diagnostik wie beispielsweise im Bereich der Lebensmittelsicherheit und die Tierseuchenbekämpfung von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig ist es sinnvoll, auf Basis einer fundierten Analyse zu prüfen, wo Synergien genutzt und Abläufe weiter optimiert werden können“, sagt Geisler.

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