Der Traktorenmarkt ist 2024 erstmals deutlich unter der 4.000er-Marke gelegen. In den ersten neun Monaten 2025 sind die Zulassungen bei Standardtraktoren weiterhin rückläufig (-10,6 %). Dass der Strukturwandel erheblich an Fahrt aufgenommen hat, zeigen die Zulassungsziffern in den verschiedenen PS-Klassen. Der Leistungsbereich bis 100 PS ist in den letzten 15 Jahren von 4.763 Stück auf 1.345 Einheiten um 71,8 Prozent zurückgegangen, der Gesamtmarkt hingegen nur um die Hälfte. Von 2019 bis 2024 ist das Segment über 100 PS von 2.356 auf 2.381 Traktoren sogar gestiegen und nimmt somit bereits 63,9 Prozent des Gesamtmarktes ein.
Eine weitere interessante Entwicklung ist in der Rinderzucht zu beobachten. Wurden am Anfang der 2000er-Jahre die Melkroboter abschätzig belächelt, so gehören diese heute zu fast jeder Neuinvestition in der Milchviehhaltung. Gab es 2010 erst 94 Melkroboter, so hat sich die Zahl der verkauften Einheiten in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt, von 897 auf 2.001 Stück. Die Betriebe wachsen und gleichzeitig werden sie weniger, ebenso die Händlerbetriebe. Auch die Landmaschinen werden immer größer und zugleich schlagkräftiger. Österreich hat im Vergleich zu anderen Ländern einen sehr hohen Mechanisierungsgrad und das Alter der Traktoren und Maschinen ist niedrig.
Das Gebot der Stunde ist, sich den Veränderungen zu stellen und darauf zu reagieren. Dies gilt sowohl für die Hersteller als auch für den Handel. Zu hoffen, es geht mit den Verkaufszahlen wieder aufwärts, ist vertane Zeit.
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