Wie vergangene Woche mitgeteilt wurde, steigt die Saatbau Linz, welche heuer ihr 75-jähriges Bestehen feiert, mit einer 26-prozentigen Beteiligung bei der 2017 gegründeten deutschen MFG Saatgut ein. Man avanciere so zu einem „maßgeblichen Bestandteil des Kompetenznetzwerks rund um die Deutsche Saatgut“, heißt es aus Linz. Die Beteiligung markiere „einen bedeutenden Schritt“ unter anderem zu „nachhaltigem Wachstum“. Die Saatbau setzt damit ihren vor 30 Jahren begonnenen Expansionskurs weiter fort. Mittlerweile hält das genossenschaftliche Züchtungsunternehmen zwölf internationale und fünf nationale Tochtergesellschaften und vertreibt ihre Produkte in 35 Ländern. Ähnliches hat offenbar die MFG in Planung, wie Geschäftsführer Christian Gaisböck erklärt: „Wir haben Großes vor und mit der Saatbau Linz einen Partner, mit dem wir diese Ambitionen weiterentwickeln können. Die enge Zusammenarbeit eröffnet neue Möglichkeiten in der Produktentwicklung, im Marktzugang und in der strategischen Positionierung.“ Insbesondere das oberösterreichische Know-how bei Mais, Getreide und Soja sowie im Bereich Vertragslandwirtschaft wolle man in Zukunft zum Erhalt der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit nutzen. „Die Herausforderungen in der europäischen Agrarwirtschaft verlangen nach neuen Allianzen“, so Gaisböck.
Aber auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Innovationsprozesse hat die Führungsriege beider Firmen geplant. „Mit dieser Beteiligung setzen wir ein sichtbares Zeichen für Vertrauen, gemeinsame Verantwortung und zukunftsgerichtete Weiterentwicklung“, erklärt indes Saatbau-Chef Josef Fraundorfer.
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