Ein neues Kapitel für nachhaltiges Bauen wurde in Wien-Hietzing aufgeschlagen: Bundesminister Norbert Totschnig eröffnete gemeinsam mit BIG-Geschäftsführer Gerald Beck das neue Seminar- und Bürozentrum „Gärtnerhaus“ an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP). Das Gebäude gilt als Leuchtturmprojekt für ökologisches und kreislauforientiertes Bauen – ein Musterbeispiel dafür, wie sich Bildung und Nachhaltigkeit auf innovative Weise verbinden lassen.
„Mit diesem Gebäude setzen wir ein starkes Zeichen für zukunftsweisendes, nachhaltiges Bauen. Der Neubau vereint ökologische Verantwortung, innovative Bauweise und pädagogische Vorbildwirkung“, betonte Minister Totschnig bei der Schlüsselübergabe an Hochschulrektor Thomas Haase.
Kreislaufwirtschaft als Bauprinzip
Der 575 Quadratmeter große Neubau wurde nach dem „klimaaktiv Gold Standard“ errichtet und folgt konsequent dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet: Alle eingesetzten Materialien können am Ende der Lebensdauer zerlegt, recycelt oder wiederverwendet werden. So sorgen recyclebare Bodenaufbauten, eine Fassade aus Holzresten und natürliche Baustoffe für Ressourcenschonung und eine positive CO₂-Bilanz.
Allein durch die Nutzung von Restholz konnten rund 15 Tonnen CO₂ eingespart werden. Die Baukosten von 3,5 Millionen Euro tragen überwiegend das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) sowie die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).
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Gerald Beck, Geschäftsführer BIG; Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft; Thomas Haase, Rektor der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
„Wir haben hier ein Pilotprojekt umgesetzt, das zeigt, wie verloren gegangene Kulturtechniken mit moderner Forschung kombiniert werden können“, erklärte BIG-Geschäftsführer Gerald Beck. Beim Bau kamen Holz, Stroh, Lehm, Hanf und Schafwolle zum Einsatz – Materialien, die nicht nur nachwachsend, sondern auch regional verfügbar sind.
Energieeffizienz und Bildungsauftrag vereint
Auch energetisch ist das neue Gärtnerhaus ein Vorzeigeprojekt: Eine Photovoltaikanlage mit 11,2 kWp, Erdwärme für Heizung und Kühlung, begrünte Dachflächen und ein 10.000-Liter-Regenspeicher für Gartenbewässerung machen das Gebäude nahezu autark. Die Räume sind natürlich belüftet und bieten ein angenehmes Raumklima.
Neben seiner ökologischen Funktion erfüllt das Gärtnerhaus auch eine pädagogische Vorbildrolle. „Der Neubau verbindet die Werte unserer Hochschule: nachhaltiges Lernen und Lehre“, betonte Rektor Thomas Haase. Die HAUP verzeichnet steigendes Interesse an Studien rund um Nachhaltigkeit, Ökologie und Kreislaufwirtschaft – mit 350 neuen Studierenden ein Rekordjahr.
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Das Herzstück des großen Neubaus ist der 120 Quadratmeter große Seminar- und Besprechungsraum.
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