Steigende Preise, konstante Produktion. In der Sägeindustrie scheint sich die wirtschaftliche Lage zu beruhigen. „Der österreichischen Sägeindustrie ist es in einer schwierigen konjunkturellen Lage gelungen, Absatz und Produktion zu stabilisieren“, formulierte es Markus Schmölzer, Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie im Branchenverband.
Leichte Belebung am Bau
Für Optimismus sei es allerdings noch zu früh: „Unsere Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal sind weiterhin sehr hoch. Zudem ist das gesamtwirtschaftliche Umfeld schwach und die Unsicherheiten sind groß.“ Entsprechend erneuerte der Spartensprecher die Forderung nach niedrigeren Lohnnebenkosten und „wettbewerbsfähigen“ Energiepreisen.
Ähnliche Töne schlug Holzhandelsvorsitzender Franz Teuschler an: „Der Holzhandel ist von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Die zuletzt gesunkenen Zinsen haben eine leichte Belebung in der Bauwirtschaft gebracht, besonders bei größeren Projekten. Im klassischen Einfamilienhausbau bleibt die Nachfrage aber schwach.“
Unsere Sägewerke könnten noch mehr Holz übernehmen.
Markus Schmölzer
Positiv sei dagegen die Entwicklung im Exportgeschäft: „Beim Nadelschnittholz hatten wir einen sehr guten Jahresstart. Im ersten Halbjahr stiegen die Ausfuhren um fast elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem aus Italien und Deutschland wurde wieder verstärkt eingekauft.“ Entsprechend haben die heimischen Säger die Produktion ausgeweitet und erwarten für das Gesamtjahr eine Steigerung um zwei Prozent. „Unsere Sägewerke könnten noch mehr Holz übernehmen“, so Schmölzer in Richtung Waldbauern.
EUDR als größtes Risiko
Ein jähes Ende könnte die positive Entwicklung aber mit der Einführung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) nehmen, monierte er: „Wenn die EUDR in ihrer derzeitigen Form mit Jahresende in Kraft tritt, droht ein Produktionsrückgang von bis zu zehn Prozent. Es herrscht große Verunsicherung und Zurückhaltung gegenüber weiteren Planungen.“
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