Geldscheine mit Traktor im Hintergrund

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GAP ab 2028: EU-Parlament pocht auf Agrarhaushalt

In der Debatte um den Vorschlag der EU-Kommission zur künftigen Budgetausstattung der GAP hat das EU-Parlament seine Position vorgelegt. Die Abgeordneten fordern demnach weiterhin einen eigenständigen Haushalt für Gemeinsame Agrarpolitik und sprechen sich nachdrücklich gegen eine Lösung auf Ebene der Mitgliedstaaten aus. Direkte Einkommensbeihilfen sollten außerdem an alle aktiven, professionellen Landwirte nach einem flächenbezogenen Modell gezahlt werden. Die Entwicklung des ländlichen Raumes müsse weiters unabhängig von der Kohäsionspolitik unterstützt werden.

Deutliche Mehrheit

Die zuständige Berichterstatterin Carmen Crespo Díaz (EVP) erklärte: „Wir kämpfen für die gerechte Zukunft, die der europäische Agrarsektor verdient.Wir werden weder Kürzungen noch Versuche unterstützen, die GAP zu nationalisieren oder ihre Finanzierung mit anderen EU-Instrumenten zusammenzulegen.“ Der Bericht wurde mit 393 Ja-Stimmen, 145 Nein-Stimmen und 123 Enthaltungen angenommen. Geht es nach dem EU-Parlament, muss die Verringerung des bürokratischen Aufwands für Bauern eines der Leitprinzipien der künftigen GAP sein. Die Abgeordneten wünschen sich ein anreizbasiertes System, um Landwirte zur Erreichung ökologischer und sozialer Ziele zu motivieren. Öko-Regelungen sollten freiwillig bleiben und mit einer Vergütung einhergehen.

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