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California und KWS Keitum im Vormarsch

Siegfried, Thalamus, Ethan und der langjährig bewährte Barok sind seit vielen Jahren eine fixe Größe im Sortenportfolio der Probstdorfer Saatzucht und auf den Feldern der heimischen Mahl- und Futterweizenproduzenten. Die Entwicklung geht natürlich weiter: Mit dem Mahlweizen California und dem Ertragsweizen KWS Keitum haben sich zur Ernte 2025 zwei neue Sorten in der Praxis bestens bewährt und stehen ab nun für den breiten Anbau in Oberösterreich zur Verfügung.

Der neue Mahlweizen California reift deutlich früher ab, ist standfest und von der Qualität mit Thalamus und Siegfried vergleichbar (BQG 4). Vom Habitus ist California dem alten, langjährig bestens bewährten Pedro sehr ähnlich. Gegenüber den Blatt- und Ährenkrankheiten zeigt California ein überwiegend ausgeglichenes Toleranzniveau. Von der Backqualität reiht sich Cali-

fornia in die Gruppe mit Ernestus, Siegfried und Thalamus ein. Vom Düngungsmanagement sollte jedoch die Spätgabe bei California etwas höher angesetzt werden. Erste Saatgutmengen stehen für den Herbstanbau bereits zur Verfügung.

Neben hohen Ertragsleistungen überzeugt der blattgesunde Thalamus mit überdurchschnittlichen Hektoliterwerten nahezu auf dem Niveau der Qualitätsweizensorten. Bei den Veredlern führt eigentlich kein Weg an KWS Keitum vorbei. Die meistvermehrte Futter-

weizensorte Deutschlands überzeugt mit enormen Kornerträgen und guten Toleranzen gegenüber Mehltau-, Rost- und Fusariuminfektionen. KWS Keitum bildet somit mit dem mittelfrühen Ethan ein starkes Duo im Futterweizensegment.

Für die gezielte Qualitätsweizenproduktion in den Feucht- und Übergangslagen ist Monaco eindeutig die

erste Wahl. Das bestätigen die Versuchsergebnisse der Landwirtschaftskammer (siehe

Hargelsberg) und der AGES. Monaco verfügt über stabile Hektolitergewichte und eine außergewöhnliche Fusariumtoleranz. Er reift mittelfrüh ab, ist enorm standfest und überdurchschnittlich fusariumtolerant. Bei den Blattkrankheiten zeigt Monaco gute Toleranzen gegenüber Mehltauinfektionen und eine mittlere Gelbrostanfälligkeit.

Bei Braunrost besteht eine etwas höhere Sensibilität, darauf ist im Fungizidmanagement Rücksicht zu nehmen. Qualitativ glänzt Monaco mit einer ausgeprägten Auswuchstoleranz, höchster Fallzahlstabilität und besten Werten beim Hektolitergewicht und der Mehlausbeute.

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