Politiker beim Messerundgang

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Bundeskanzler Stocker eröffnete die Rieder Messe

Mit einem fulminanten Auftakt ist heute die Rieder Messe gestartet. Schon am ersten Messetag strömten zahlreiche Besucher auf das Messegelände – ein sichtbares Zeichen dafür, dass Messen auch im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.

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Die Rieder Messe wurde heute Vormittag feierlich eröffnet. Bundeskanzler Christian Stocker betonte in seiner Ansprache die zentrale Rolle der traditionellen Messe: „Die Rieder Messe zeigt, dass Zukunft in der Landwirtschaft dort entsteht, wo Herkunft geschätzt wird.“ Er unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung als Plattform für Austausch, Innovation und Tradition. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Energie und Mobilität würden hier „mit neuen Ideen und Technologien verbunden“.

Stocker hob außerdem den unverzichtbaren Beitrag der heimischen Bäuerinnen und Bauern hervor – zur Versorgungssicherheit, zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Stabilität des Wirtschaftsstandorts. Ziel sei eine Landwirtschaft, „die wirtschaftlich tragfähig, ökologisch nachhaltig und gesellschaftlich anerkannt ist.“

Totschnig: „Sparen sicher nicht bei der Bauernschaft“

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig richtete den Blick auf die Zukunft: „Es braucht Innovationen in der Landwirtschaft – diese geben Mut und Zuversicht.“ Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen werde die Unterstützung der Bauernschaft nicht zurückgefahren: „Darauf könnt ihr euch verlassen.“

Moosbrugger: Perspektiven für die bäuerliche Jugend

Von der Begeisterung der jungen Generation sprach Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich: „Ich spüre Begeisterung bei der bäuerlichen Jugend. Sie brennen darauf, die Höfe zu übernehmen. Sie haben viel Herzblut und wollen ihre Ideen umsetzen, aber sie brauchen Perspektiven.“ Moosbrugger forderte mehr Planungssicherheit und Nachbesserungen beim mehrjährigen Finanzrahmen mit einem zweckgebundenen Agrarbudget. „Betriebe müssen sich weiterentwickeln können – und dafür braucht es Investitionen.“

Stelzer: „Bauern verdienen faire Entlohnung“

Auch Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer stellte die Leistungen der heimischen Bauernschaft heraus: „Mit Mut und Tatkraft übernehmen die Bäuerinnen und Bauern Verantwortung für Natur und Landschaft.“ Die von ihnen produzierten, hochwertigen Lebensmittel würden von der Gesellschaft geschätzt. Doch Stelzer betonte: „Neben der Wertschätzung braucht es auch Wertschöpfung. Die Bäuerinnen und Bauern verdienen eine faire Entlohnung und Preise.“

Messe noch bis Sonntag geöffnet

Mit diesem Auftakt zeigt sich: Die Rieder Messe ist weit mehr als eine Fachausstellung – sie ist ein Treffpunkt für Innovation, Dialog und Zukunftsgestaltung. Persönliche Gespräche, das direkte Erleben von Maschinen und Produkten sowie der fachliche Austausch machen die Rieder Messe erneut zu einer beeindruckenden Leistungsschau der Land- und Forstwirtschaft. Für die heimische Bauernschaft bleibt sie damit ein Fixpunkt von unschätzbarem Wert. Geöffnet ist noch bis Sonntag, 7. September, täglich von 9 bis 18 Uhr.

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