Bergwald

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Der Tiroler Wald im Mittelpunkt

Der 21. März ist internationaler Tag des Waldes. 2025 war für die Tiroler Wälder ein gutes Jahr.

Lebensraum, Klimaschützer und Wirtschaftsfaktor: Der Wald in Tirol ist weit mehr als nur schöne Kulisse. Stürme, Trockenheit und der Borkenkäfer machen dieser wertvollen Ressource jedoch zu schaffen. Ein verantwortungsvoller Umgang ist heute wichtiger denn je.

87 Prozent des Tiroler Waldes haben eine vorrangige Schutzfunktion. Dieser schützt den Boden vor Verkarstung und Erosion, den Siedlungsraum vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Aber nur gesunde und ökologisch stabile Schutzwaldbestände können ihre Aufgaben in gut erfüllen.

Extremereignisse zogen den Tiroler Wald in den vergangenen Jahren stark in Mitleidenschaft. Im Waldjahr 2025 hingegen waren laut dem Vorstand Gruppe Forst Harald Oblasser wenig neue Schäden zu verzeichnen. Ausreichend Feuchtigkeit lieferte die entsprechende Witterung in den wichtigen Sommermonaten und stärkte somit die Abwehrkraft von Bäumen gegenüber dem Borkenkäfer. Ein Rückgang des Borkenkäferaufkommens ist seit zwei Jahren zu verzeichnen, der Schädling steht aber weiterhin durch ein umfassendes, landesweites Monitoring unter Beobachtung. Das landesweite Monitoring über die Waldaufseher zeigt bislang auf, dass der Bestand weiterhin hoch ist und eine erhöhte Gefährdung für heimische Waldbestände besteht.

Positive Nachrichten kommen vom Holzmarkt: Trotz gestiegener Kosten sind hier gute Preise zu erzielen, die Normalnutzung nimmt wieder zu und bringt geringere Erntekosten mit sich.

Klimafit bleiben Wälder nur durch entsprechende Bewirtschaftung. Eine zentrale Rolle besteht hier in der Mischung verschiedener Baumarten die für Vielfalt und Stabilität der Wälder sorgen sowie Förderung der Biodiversität.

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