Im Wald und in vielen Siedlungsräumen legt sich derzeit ein gelblicher Staubschleier über Fahrzeuge, Dächer und Wasserflächen. Was aus der Ferne teils wie Rauch wirkt, ist Blütenstaub der Fichte. In Vorarlberg, wo die Brotbaumart nach wie vor rund 60 Prozent der Bestände ausmacht, sorgt ein ausgeprägtes Mastjahr für eine außergewöhnlich hohe Pollenproduktion. Immer wieder kommt es dabei zu Irritationen, weil die dichten Pollenwolken aus der Ferne mit Rauch verwechselt werden.
Samenproduktion statt Dickenwachstum
Sämtliche Waldbaumarten bilden in regelmäßigen Abständen sogenannte Mastjahre aus, in denen sie ihre Energie verstärkt in die Samenproduktion investieren. Statt Wachstum steht dann die Fortpflanzung im Vordergrund. Von April bis Mai kommt es dadurch zu einer nahezu gleichzeitigen Blüte im gesamten Bestand, der Pollen wird vom Wind über weite Strecken transportiert. Die Synchronisation der Blüte erhöht dabei die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Bestäubung erheblich.
Mastjahre nehmen zu
Beobachtungen aus Wissenschaft und Praxis zeigen, dass solche Ereignisse in den vergangenen Jahren häufiger auftreten. Höhere Temperaturen und zunehmende Trockenheit setzen die Bäume unter Stress und fördern die Blütenbildung zusätzlich. Gleichzeitig führt der intensive Pollenflug immer wieder zu Verwechslungen mit Rauchwolken, was in der Praxis bereits zu Fehlalarmen geführt hat.
Für den Wald bedeutet das einerseits Belastung, andererseits aber auch eine erhöhte Chance auf erfolgreiche Naturverjüngung. Für die Forstwirtschaft ist die Gestaltung der Bestände – Stichwort Waldumbau – noch ein Stück herausfordernder.
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