Die Schließung von Postämtern führt in Tirol immer wieder zu Unmut. Neue Schließungspläne der Filialen in Fügen, Westendorf und Fulpmes bereiten Landeshauptmann Anton Mattle Sorgen. Die Post solle von weiteren Schließungen Abstand nehmen, so die Forderung von Mattle in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung. Aktuell gibt es 37 Postämter in 30 Tiroler Gemeinden, weiters 114 Postpartner. Besonders für die Versorgung peripherer Gebiete wirkt sich die weitere Schließung von Postämtern negativ aus.
Unterstützung erhält der Landeshauptmann von Gemeindeverbandspräsident Karl-Josef Schubert und Forum Land-Obmann Hermann Gahr. Zumindest innerhalb einer Region solle die Bevölkerung auf ein Postamt zurückgreifen können – dies sei aufgrund der Schließungen nicht mehr gegeben.
Probleme schon länger bekannt
Für Hermann Gahr ein lange bekanntes Problem, das auf Kosten der Menschen in den ländlichen Regionen geht. Bereits 2012 forderte er als Nationalrat mit dem damaligen Forum-Land-Obmann Georg Keuschnigg in einem offenen Brief an Post-Generaldirektor Georg Pölzl und in einer parlamentarischen Anfrage an die zuständige Ministerin Doris Bures ein Umdenken. „Eine qualitativ hochwertige Postversorgung ist für den ländlichen Raum unerlässlich. Es ist Aufgabe der Politik, Versorgungsstandards sicher zu stellen", unterstreicht er.
Die Post hingegen verweist auf die steigende Zahl der Selbstbedienungs-Poststationen, von denen es in Tirol 135 gibt. Dort gibt es zwar keinen Kundenservice, aber sie sind rund um die Uhr verwendbar. Bemerkbar macht sich vor allem der Strukturwandel: Seit 2009 werden rund 60 Prozent weniger Briefe verschickt. Zur Verschärfung der Lage trägt auch bei, dass in Gemeinden immer weniger Händler und ausgedünnte Infrastruktur keine Einrichtung von Postpartnern erlauben.
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