Trockenheit Forst

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Anhaltende Trockenheit in Nordtirol: Land Tirol verbietet Feuer

Das Land Tirol hat eine Waldbrand-Verordnung wegen geringer Niederschläge und anhaltender Trockenheit für Bezirke Imst, Innsbruck-Land, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Reutte und Schwaz erlassen.

Aufgrund der geringen Niederschläge über die Feiertage und der derzeit vorherrschenden Trockenheit herrscht aktuell in Nordtirol erhöhte Waldbrandgefahr. Das Land Tirol hat in den vergangenen Tagen entsprechend auf die Gefahr hingewiesen und um notwendige Vorsicht gebeten. Angesichts der weiter anhaltenden Trockenheit haben die Bezirkshauptmannschaften Imst, Innsbruck, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Reutte und Schwaz das Entzünden und Hantieren mit Feuer im Wald und Gefährdungsbereichen verboten. Hierzu zählt auch das Wegwerfen von brennenden oder glimmenden Gegenständen, wie insbesondere von Zündhölzern, Zigaretten bzw. das Abfeuern von Feuerwerkskörpern. Von diesem Verbot umfasst sind auch Zweckfeuer, wie das Verbrennen von Astmaterial auf Almflächen. Das Verbot gilt zudem für jene Gefährdungsgebiete, wo die Bodenvegetation oder die lokalen Windverhältnisse das Übergreifen eines Bodenfeuers oder das Übergreifen eines Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald begünstigen (etwa auf Wiesen neben Wäldern). 

Die entsprechenden Verordnungen gelten ab 29. Dezember bis auf Widerruf, auf jeden Fall jedoch bis inklusive der ersten Jännerwoche. 

„Die trockenen Wälder und Wiesen bringen ein hohes Brandrisiko mit sich. Bereits ein kleiner Funke kann großen Schaden verursachen. Das, was für viele Tirolerinnen und Tiroler selbstverständlich ist, nämlich bei Brandgefahr im Wald oder auf gefährdeten Flächen nicht mit Feuerwerk zu hantieren, wird nun auch per Verordnung klar verboten.  Ich appelliere vor allem an die Eigenverantwortung der Bevölkerung und unserer Gäste:  Schützen Sie sich selbst, ihre Mitmenschen und unser Land Tirol. Nicht Verbote schützen unsere Wälder und Felder, sondern Ihr verantwortungsvolles Handeln“, so LH Anton Mattle, der zudem den den Einsatzkräften für ihre unermüdliche Arbeit auch an den Feiertagen dankt: „Der Einsatz für die Allgemeinheit an 365 Tagen im Jahr kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden. Mein Dank gilt den Feuerwehren, Rettungsorganisationen, der Polizei und allen, die zur Sicherheit in unserem Land beitragen!“

Forstreferent LH-Stv Josef Geisler und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair ergänzen zudem: „Bereits eine einzelne Rakete im Wald oder auch eine weggeworfene Zigarette können bei den sehr trockenen Verhältnissen einen Waldbrand verursachen – die Folgen können enorm sein. Neben finanziellen Schäden, die entstehen, mindern Waldbrände auch die Schutzfunktion der Wälder und erhöhen die Anfälligkeit für andere Naturgefahren. Das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.“