Die Vollversammlung des Waldverbandes Niederösterreich in Etzen brachte Ende Oktober einen personellen Wandel und richtete zugleich den Blick auf zentrale Zukunftsthemen. Nach 15 Jahren übergab Forstdirektor Werner Löffler die Geschäftsführung an Ulrich Schwaiger, der dem Verband seit Langem eng verbunden ist. Als Forstsekretär der Bezirksbauernkammern im Weinviertel und Bewirtschafter von rund 40 Hektar Wald kennt er die täglichen Herausforderungen der Waldbesitzer aus erster Hand. Neu in den Vorstand gewählt wurde zudem Christian Schwaiger. Große Wertschätzung erfuhr die Vollversammlung durch die Teilnahme des neuen österreichweiten Obmanns Matthias Granitzer.
In ihrer Ansprache hob LK-Vizepräsidentin Andrea Wagner die Bedeutung des Waldverbandes für Vernetzung, Informationsaustausch und Zusammenhalt hervor. Der Wechsel in der Geschäftsführung sei ein Zeichen für Kontinuität und gleichzeitig für neuen Schwung in einer Phase, in der die Anforderungen an die Waldbewirtschaftung stetig wachsen. Gerade in strukturell herausfordernden Regionen wie dem Waldviertel sei die enge Zusammenarbeit zwischen Beratung, Politik und Waldbesitzern wichtiger denn je.
Inhaltlich standen die aktuellen Belastungsproben der Forstwirtschaft im Mittelpunkt. Die Europäische Entwaldungsverordnung droht viele Betriebe vor neue Nachweis- und Dokumentationspflichten zu stellen, während die Folgen des Klimawandels den Anpassungsdruck weiter erhöhen. Die großflächigen Borkenkäferflächen der vergangenen Jahre werden derzeit arbeitsintensiv aufgeforstet. Obwohl der Umbau zu klimafitten Mischwäldern bereits sichtbar voranschreitet, bleiben die weitläufigen Nadelholzbestände im Waldviertel ein Risiko. Die Vollversammlung machte deutlich, dass die Zukunft des Waldes ein entschlossenes Handeln braucht.
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