Etwa acht Prozent der Weltbevölkerung leidet laut UNO an Hunger und Unterernährung. Vor allem in Afrika und Westasien bleibt die Situation dramatisch. Doch auch hierzulande sind laut der Tafel 1,1 Millionen Österreicherinnen und Österreicher von moderater bis schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen. Am 16. Oktober – dem Welternährungstag – soll darauf aufmerksam gemacht werden.
Immer mehr Menschen, immer weniger Acker
Nach Angaben der Ernährungs– und Landwirtschaftsorganisation (FAO) sind derzeit rund 760 Millionen Menschen vom Hunger bedroht und unterernährt, fast zwei Milliarden haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Zahlen sind dem Welthunger-Index zu entnehmen. Dieser wird jährlich für jedes Land zur Einschätzung der Versorgungssituation berechnet.
Die Weltbevölkerung dürfte bis 2050 auf 9,7 Milliarden Menschen ansteigen, weshalb eine deutliche Steigerung der Agrarproduktion erforderlich ist. Diese Herausforderung ist angesichts der sinkenden Ackerfläche pro Kopf von 3.700 Quadratmeter (1970) auf weltweit durchschnittlich 1.900 Quadratmeter (2024) mit sinkender Tendenz besonders schwierig. Viel wird davon abhängen, wie wirksam die hohe Lebensmittelvernichtung und Verschwendung und die Auswirkungen des Klimawandels bekämpft werden können. Einen wichtigen Beitrag hat auch die Forschung zu leisten. Die Gründe für den Hunger in der Welt sind oft auch Folgen von instabilen Regierungen in den betroffenen Regionen, Korruption, Kriegen und auch Wetterextremen. Diese Ursachen sind vor allem in Afrika aktuell. Zur Verbesserung der Welternährungssituation hält die FAO eine nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern für notwendig.
Hunger in Österreich
Laut Daten einer Analyse der Gesundes Österreich Gmbh sind 2024 etwa zwölf Prozent (1,1 Millionen Menschen) Österreicher von moderater bis schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen, 4,6 Prozent (420.000 Personen) davon schwer. Knapp 13 Prozent der befragten Personen haben Sorge, dass ihre Kinder nicht genug zu essen haben. Drei Prozent leiden unter sozialer Ernährungsarmut. Das bedeutet, dass sie von sozialer Teilhabe (etwa in Form von Essenseinladungen von Freunden nach Hause oder Restaurantbesuchen) ausgeschlossen sind. Besonders betroffen sind Personen mit schlechtem Gesundheitszustand, geringer Ausbildung, Arbeitslose, Einpersonenhaushalte und Familien. Zugleich landen hierzulande rund eine Million Tonnen an noch genießbaren Lebensmitteln im Müll.
Wohlstand steigert Fleischnachfrage
Die Welternährungsorganisation und internationale Forschungsinstitute verweisen in Analysen auch darauf, dass mit steigendem Einkommen in aufstrebenden Volkswirtschaften die Nachfrage nach Fleisch, Gemüse und Zucker stark zunehmen wird. Anderseits beklagt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass hungernden Menschen weltweit 2,5 Milliarden über 18-Jährige übergewichtig sind, 890 Millionen sogar fettleibig.
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