Rund 130 Vertreter aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft kamen vergangene Woche in Wien zum ersten Summit der neu gegründeten „Allianz gegen Lebensmittelverschwendung und Armut" zusammen. Bereits mehr als 40 Verbände, Unternehmen, unter anderem der Bauernbund und die Arge Bäuerinnen sowie Städte und Gemeinden sind der Initiative der Tafel Österreich beigetreten.
Tafel-Geschäftsführerin Alexandra Gruber betonte den dreidimensionalen Ansatz der Allianz: Lebensmittelabfallvermeidung und die Umverteilung überschüssiger Waren sollen sozial, ökologisch und ökonomisch gedacht und entlang der gesamten Wertschöpfungskette umgesetzt werden. Damit rückt auch die Landwirtschaft als wichtiges Glied in der Kette in den Fokus.
Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf
In der EU werden jährlich 59 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, gleichzeitig leiden allein in Österreich 1,1 Millionen Menschen unter Ernährungsunsicherheit. Weltweit sind laut UN-Welternährungsprogramm mehr als 670 Millionen Menschen von Hunger betroffen.
An 14 World-Café-Tischen diskutierten die Teilnehmer Themen wie Kreislaufwirtschaft, Gemeinschaftsverpflegung und die Rolle der Landwirtschaft. Eine Podiumsdiskussion widmete sich der Frage, wie ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit gemeinsam gelingen kann. Trotz aller Schwierigkeiten endete die Debatte mit einem positiven Blick in die Zukunft. Jeder Einzelne kann mehr Einfluss auf Ernährung, Klima und gesellschaftliche Entwicklungen nehmen, als es oft bewusst ist.
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