Erdäpfel

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Kartoffelmarkt KW 28/'26: Viel Angebot, ruhige Nachfrage

Die Situation am österreichischen Speisekartoffelmarkt ist zwiegespalten. Aktuell ist das Angebot an heimischen Frühkartoffeln in allen Regionen mehr als ausreichend. Die Hektarerträge sind durchwegs gut, die Flächenräumung kommt nur schleppend voran und die Marktlage ist entsprechend angespannt. Gleichzeitig erwartet man hitze- und trockenheitsbedingt eine schwache Haupternte, zumal ja auch die Anbauflächen gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent eingeschränkt wurden. Auf der Absatzseite zeigt sich der Inlandskonsum bei sommerlichen Temperaturen und der anlaufenden Urlaubssaison ruhig. Im Export wird von überschaubaren Absatzmöglichkeiten Richtung Südosteuropa berichtet. Bei den Erzeugerpreisen gab es in der vergangenen Woche kaum Änderungen. In Niederösterreich und dem Burgenland wurden Heurige zu Wochenbeginn weiterhin meist um 15 €/100 kg übernommen. Aus Oberösterreich wurde zuletzt ein Erzeugerpreis von bis zu 20 €/100 kg gemeldet.

Deutschland: Frühkartoffeln dominieren den Markt

Der deutsche Speisekartoffelmarkt befindet sich derzeit in der Übergangsphase von Importware zu reifegeförderten deutschen Frühkartoffeln. In nahezu allen Regionen dominieren mittlerweile regionale Frühkartoffeln das Marktgeschehen. Alterntige Lagerware und Importware aus dem Mittelmeerraum sind im LEH nur noch in sehr überschaubarem Umfang präsent. Auf der Angebotsseite nehmen die Vermarktungsmengen bei festschaligen Frühkartoffeln stetig zu. Die Qualitäten sind überwiegend gut bis sehr gut, auch wenn regional bereits Drahtwurmbefall feststellbar ist. Die Nachfrageseite zeigt sich sommerlich ruhig. Mit den zuletzt wieder etwas kühleren Temperaturen sowie geplanten Werbeaktionen wird auf eine Belebung der Nachfrage gehofft. Die Erzeugerpreise gaben in der Vorwoche leicht nach und lagen zu Wochenbeginn bei 46 bis 48 €/100 kg.

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