Die Frühkartoffelernte schreitet in allen Bundesländern zügig voran. Dabei werden aus fast allen Regionen gute bis sehr gute Hektarerträge gemeldet. Das Angebot fällt entsprechend reichlich aus und wird zusätzlich durch heimische Lagerkartoffeln aus der Vorjahresernte ergänzt. Daran dürfte sich kurzfristig auch nichts ändern. Der Inlandsabsatz läuft zwar stetig auf saisonüblichem Niveau, reicht jedoch bei weitem nicht für das große Angebot aus. Dies spiegelt sich in der Preisentwicklung wider. In Niederösterreich und im Burgenland wurde der Erzeugerpreis zu Wochenbeginn auf 25 €/100 kg gesenkt. Etwas besser scheinen sich die regionalen Märkte in Süd- und Westösterreich zu entwickeln, wo zu Wochenbeginn noch Erzeugerpreise von bis zu 30 €/100 kg erzielt werden konnten. Angesichts der angespannten Situation sollten Rodungen nur in Absprache mit dem Händler und nach Preisvereinbarung durchgeführt werden.
Deutscher Markt weiterhin stabil
Der deutsche Speisekartoffelmarkt präsentierte sich in der vergangenen Woche ausgeglichen. Nach wie vor befinden sich noch ausreichend alterntige Speisewaren in den Kühllägern, jedoch wird die Vermarktung mit zunehmender Lagerdauer und nachlassender Qualität schwieriger. Bei den Preisen gab es zuletzt keine Änderungen. Für den LEH wird im Premiumsegment fast nur noch importierte Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum abgepackt. Die Importmengen in den langsam auslaufenden Programmen liegen heuer um 10 % bis 30 % unter dem Vorjahr, wobei vor allem aus Israel deutlich weniger Ware gekommen sein dürfte. Entsprechend sind die Preise für importierte Frühkartoffeln mit 60 bis 70 €/100 kg franco Großhandel recht stabil. Die deutschen Frühkartoffelbestände präsentieren sich vielerorts in gutem Zustand. Mit den ersten deutschen festschaligen Frühkartoffeln für den LEH wird Ende der nächsten Woche gerechnet.
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