Die Eröffnung des neuen Firmengebäudes und Feier des 33-jährigen Firmenbestandes beging Familie Scherr im südoststeirischen Deutsch Goritz mit Hunderten Gästen. Unter ihnen waren auch der steirische Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer und LK-Präsident Andreas Steinegger. Ausgehend von einer kleinen Landwirtschaft entwickelte sich der Betrieb zu einem der größten Jungpflanzen-Produzenten in Österreich.
Jährlich werden hier 50 Millionen Jungpflanzen (Salat, Kohlgemüse, Fruchtgemüse, Kräuter) in unterschiedlichen Pflanzensystemen erzeugt. Diese reichen von Erdpresswürfel über Töpfe bis hin zu Schalen. Durch das eigene Cabrio-Dach, das sich je nach Wetterlage öffnen lässt, können die für das Freiland bestimmten Pflanzen gut abgehärtet werden.
Wertschätzung wird großgeschrieben
„Uns war immer wichtig, ein Familienbetrieb mit Handschlagqualität zu bleiben“, betonten Leo und Christa Scherr. Sie führten zusammen mit ihren beiden Kindern Julian und Laura durch einen bewusst kurz gehaltenen Festakt. Dieser war von großer Wertschätzung für die Mitarbeiter, Kunden und die Dorfgemeinschaft geprägt. Dabei erzählten sie auch, dass Neugier und Tatendrang ihr steter Antrieb für die Betriebserweiterungen waren.
Erdlos-System
Im Jahr 1993 wurde das erste Gewächshaus errichtet, das schon damals mit Biomasse beheizt wurde. 2002 errichtete Familie Scherr die erste Logistikhalle. Die Einführung des Erdlos-Systems durch die Verwendung von Steinwolle und Kokosfaser im Jahr 2004 gab der Firma einen großen Schub, berichtete Leo Scherr.
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Leo und Christa Scherr, ihre beiden Kinder Julian und Laura, gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer (M.)
Im Jahr 2012 wurde das Heizwerk mit 4,7 MW Leistung errichtet. Aktuell werden pro Jahr 15.000 Kubikmeter Hackgut gebraucht. Die Puffersprachen haben eine Kapazität von 950.000 Litern. Vor einem Jahr wurde mit dem Bau des neuen Logistikzentrums mit fünf Laderampen begonnen. „Jetzt haben wir Platz für optimale Betriebsabläufe“, verkündete Familie Scherr.
Wasser wiederverwenden
„Von konventionell bis biologisch, vom Freiland bis zum Gewächshaus, wir haben für unsere Kunden in Österreich und Südosteuropa das passende Angebot“, betonte man bei den im Zuge der Eröffnung durchgeführten Betriebsführungen. In der Hauptsaison werden täglich mindestens 100 Kubikmeter Wasser benötigt. Davon kommen 40 Prozent aus dem Grundwasser, 40 Prozent aus dem in einem Speicherteich gesammelten Regenwasser und 20 Prozent aus dem Wiederverwendungswasser.
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