Frau kauft Gemüse am Bauernmarkt ein

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Gesundes Essen hat seinen Preis

Hunderttausende Jahre hat der Mensch seine Nahrung mit einigen simplen Verfahren wie Kochen, Braten, Räuchern oder Einlegen zubereitet. Mit der zunehmend industriellen Verarbeitung wurden immer neue Verfahren erfunden – heute werden viele hochtechnologische Methoden eingesetzt, wie zum Beispiel Extrudieren (bei hohen Temperaturen und Drücken), um nur ein Beispiel zu nennen.

Solche „hochverarbeiteten Lebensmittel“ enthalten typischerweise viel Fett, Zucker und Salz, dafür wenig Fasern und bioaktive Komponenten, sie erhöhen das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit. Dennoch boomen sie: In den USA und in England nehmen die Menschen bereits mehr als 50 Prozent der Kalorien über diese Produkte auf, in Frankreich liegt der Anteil bei rund 30 Prozent, in Italien bei fast 20 Prozent. Diese Entwicklung erklärt sich aus der veränderten Lebensweise der Menschen, der längeren Haltbarkeit der Produkte und deren Preis: Hochverarbeitete Lebensmittel sind laut UNO-Angaben im Durchschnitt um 47 Prozent billiger als naturbelassene Nahrungsmittel (bezogen auf den Kaloriengehalt) – denn eingesetzt werden billige industrielle Zutaten (Protein-Isolate, modifizierte Kohlenhydrate, hydrierte Öle usw.) sowie Zusatzstoffe wie etwa künstliche Aromen, Farben oder Konservierungsmittel. Das spart Produktions- und Logistikkosten; gleichzeitig wachsen aber die Gesundheitskosten. Der Schluss daraus: Gesunde Ernährung hat ihren Preis. Das sollte man auch in der aktuellen Debatte um Lebensmittelpreise bedenken.

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