Frostschutz

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Austro Vin Tulln zeigt die besten Innovationen der Branche

In gut einem Monat ist es so weit: Österreichs größte Fachmesse für Wein- und Obstbau öffnet wieder ihre Pforten. Hier bereits eine erste Vorschau auf ausgewählte Highlights.

Für die Wein- und Obstbaubranche ist sie nur wenige Jahre nach der Einführung schon zu einem Fixpunkt geworden. Bereits zur Premiere im Jahr 2020 kamen 9.413 Besucher, bei der letzten Ausgabe 2024 konnte mit 9.674 Gästen ein neuer Rekord verzeichnet werden.

Auf hohem Niveau ist seit Jahren auch die Ausstellerzahl. 240 sollen es Messeangaben zufolge 2026 werden. Sie zeigen von 29. bis 31. Jänner jede Menge Innovationen: von Obst- und Weinbautraktoren sowie Geräten und Steuerungen für die Flächen bis hin zu Kellertechnik und Vermarktung. Nachfolgend einige Beispiele aus den Einreichungen zum Innovation Award.

Gegen Frostschäden

Viele Technologien haben bisher beim Frostschutz nur unzureichende Ergebnisse erzielt. Bei Wind und tiefen Temperaturen sind die Systeme meist völlig überfordert und Rebblüten sowie Gescheine frieren ab. Helios Wine von Hof­staetter Technologies soll bei Strahlungsfrost und als einziges System auch bei Windfrost funktionieren. Es ist für Temperaturen bis -5 °C bei geringem Energieeinsatz ausgelegt. Für Extremgebiete wurde auch ein System für bis zu -7 °C entwickelt. Die Technologie ist eine Weiterentwicklung der elektrischen Kordonheizung. Zusätzlich wird eine Rebenabdeckung mittels Klettverschluss angebracht. 

Naturkork ohne TCA

Der Kork ist der traditionelle Weinverschluss und wird insbesondere im obersten Preissegment und bei länger lagerfähigen Rotweinen nach wie vor verbreitet eingesetzt. Mit der Geschichte des Verschlusses ist jene des Korkschmeckers verbunden. Wie man heute weiß, wird dieser Fehler meistens durch Trichloranisol (TCA) verursacht. Durch moderne Herstellungsverfahren kann das Risiko minimiert werden. 

Auch 2026 werden diesbezüglich Firmen neue Lösungen vorstellen. M.A.Silva setzt beim Nobeltech auf ein mehrstufiges Verfahren. Das Ray-System ist der letzte Schritt und wird unmittelbar vor der elektronischen Sortierung der Naturkorken durchgeführt. Dabei wird thermische Strahlungstechnologie eingesetzt, um gezielt TCA und andere unerwünschte flüchtige Stoffe aus dem Korkmaterial zu extrahieren. Die Ergebnisse sollen vielversprechend sein.

PET-Weinflachen?

Inerte Glasflaschen habe einige Vorteile: Mit ihnen kann Wein lange ohne Qualitätsverlust gelagert werden und sie können die Qualitätsanmutung verstärken. Sie sind allerdings schwer, was die Emissionen beim Transport erhöht, die Herstellung ist energieintensiv und oftmals werden die Flaschen nur einmal befüllt. Laut Firmenangaben wiegt die „unzerbrechliche“ PET-Flasche von Alpla nur rund ein Achtel im Vergleich zu Glas und senkt den CO2-Fußabdruck um bis zu 50 Prozent. Die Flasche kann zu 100 Prozent aus PET-Recyclingmaterial gefertigt werden. Die „Ziel-Lagerfähigkeit“ soll bei rund sechs bis neun Monaten liegen. 

Die BauernZeitung ist Medienpartner der Messe.

Austro Vin Award: Rasch einreichen

Auch 2026 wird auf der Austro Vin Tulln der Austro Vin Award vergeben. Er gilt als der Oscar der Wein- und Obstbaubranche und holt die besten Innovationen vor den Vorhang. Medien wie die Bauern­Zeitung werden ausführlich über die ausgezeichneten Innovationen berichten. Noch bis 9. Jänner können Aussteller ihre Produkte einreichen. Das Formular mit den Teilnahmebedingungen gibt es unter:
bauernzeitung.at/austrovin2026

Austro Vin Tulln

• 29. bis 31. Jänner in Tulln (NÖ)
• Schwerpunkte: Weinbau, Obstbau, Kellereitechnik und Vermarktung
• Aussteller: 240
• Fachreferate an allen drei Tagen auf der Expertenbühne

Webseite der Austro Vin Tulln

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