Thomas Eder, Peter Heftberger, Manfred Schauer, Susanne Kreinecker, Helmut Kreilmeier, Michaela Langer-Weninger, Mario Hermüller und Thomas Kraxberger

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KI-gestützte Qualitätskontrolle für Erdäpfelbauern

Die über das EU-Programm Leader geförderte Technik prüft mithilfe von Kameras, Sensoren und künstlicher Intelligenz jede einzelne Knolle und soll so die Qualität verbessern sowie Lebensmittelverluste reduzieren.

Der Saisonstart erfolgt nach einem herausfordernden Vermarktungsjahr. Nach der guten Ernte 2025 standen bis weit ins Frühjahr 2026 große Mengen lagerfähiger Erdäpfel zur Verfügung, was zu einem hohen Angebotsdruck führte. „In Oberösterreich konnten die Erdäpfel vollständig abgesetzt werden. Natürlich hätten wir uns bessere Marktpreise gewünscht, aber im Fokus stand, alle Erdäpfel über den Lebensmittelkette zu vermarkten. Dies ist uns gelungen“, betont Manfred Schauer, Obmann der Erzeugergemeinschaft Eferdinger Landl-Erdäpfel. In anderen europäischen Ländern mussten hingegen erhebliche Mengen als Tierfutter oder für Biogasanlagen verwertet werden. Österreichweit wurde die Erdäpfelanbaufläche 2026 deshalb um circa elf Prozent reduziert.

Einzigartige Sortiertechnik

Mit der Ernte der ersten heimischen Heurigen hat im Eferdinger Land heuer auch eine neue Ära in der Qualitätskontrolle begonnen. Die neue Sortieranlage am Standort des Logistikpartners Geißlmayr erkennt automatisch Größe, Form, Farbe sowie äußere Schäden und sortiert nicht marktfähige Erdäpfel aus. Damit reagieren die Produzenten auf steigende Qualitätsanforderungen, Arbeitskräftemangel und den Bedarf an effizienteren Abläufen.

Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger sieht darin einen wichtigen Schritt beim Einsatz modernster Technik: „Die neue optische Sortiertechnik zeigt eindrucksvoll, wie Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz Qualität sichern, Arbeitsabläufe erleichtern und Lebensmittelverluste reduzieren können.“

Auch für den Regionalentwicklungsverband Eferdinger Land ist das Projekt richtungsweisend. Obmann Mario Hermüller betont: „Der neue optische Sortierer ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Innovation und Regionalität erfolgreich miteinander verbunden werden können.“

Die Investition soll dazu beitragen, die regionale Vermarktung zu stärken und die Versorgung mit heimischen Erdäpfeln langfristig abzusichern.

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