Wie sollte die ideale Ernährung aussehen? Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit, Verbraucherbildung und kompetenzorientierte Ernährungsbildung im gesellschaftspolitischen Kontext? Wie beeinflussen Ernährung und Lebensmittelqualität unser tägliches Leben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Unterrichtsfach Ernährung und Haushalt.
VP-Bildungssprecher Dominik Traxl, Landwirt und Lehrer, fordert eine stärkere Verankerung dieses Faches im Pflichtschulunterricht. Ziel ist es, jungen Menschen mehr Bewusstsein für gesunde Ernährung, nachhaltige Haushaltsführung und die Bedeutung regionaler Landwirtschaft zu vermitteln. Der entsprechende Antrag wurde im Juni im Landtag eingebracht.
Aufwertung der Inhalte
„Das Unterrichtsfach Ernährung und Haushalt vermittelt zentrale Lebenskompetenzen – von gesunder Ernährung über verantwortungsvolle Haushaltsführung bis hin zum kritischen Umgang mit Konsumverhalten", betont VP-Bildungssprecher Dominik Traxl im Tiroler Landtag. Gerade in einer Zeit, in der „ungesunde Lebensgewohnheiten, Umweltprobleme und globalisierte Ernährungssysteme immer größere Herausforderungen darstellen", brauche es laut Traxl eine deutliche Aufwertung dieser Inhalte.
Der eingebrachte Antrag sieht daher vor, die Wochenstundenzahl des Fachs Ernährung und Haushalt an Neuen Mittelschulen zu erhöhen und Themen der Ernährung sowie der Landwirtschaft fächerübergreifend stärker in den Unterricht zu integrieren. „Eine solide Ernährungsbildung ist wichtiger denn je – sie ist ein Beitrag zu Gesundheit, Nachhaltigkeit und regionalem Bewusstsein", so Traxl weiter.
Herkunft und Wert regionaler Produkte
Besonders wichtig sei es, jungen Menschen den Bezug zur Landwirtschaft wieder näherzubringen. „Viele wissen heute nicht mehr, woher unsere Lebensmittel kommen oder welchen Wert regionale Produkte haben. Wir müssen dieses Bewusstsein wieder stärken – durch Praxisnähe, Schulgärten oder Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben", unterstreicht Traxl.
In dieser Initiative sieht Traxl „einen Beitrag zur Gesundheitsförderung, zur regionalen Wertschöpfung und zur Ausbildung verantwortungsbewusster Konsumenten der Zukunft leisten."
Praxisnahe Jagdausbildung
Landwirtschaft und Jagd gehören zusammen. Das zeigen Raubtierrisse, Krankheiten im Wildbestand und wachsende Herausforderungen im Zusammenleben von Mensch, Nutztier und Natur deutlich.
Laut VP-Jagdsprecher LAbg. Michael Jäger soll Jagd-Kompetenz fixer Bestandteil der Ausbildung an Tirols Landwirtschaftlichen Fachschulen wird: „Unsere jungen Landwirtinnen und Landwirte müssen wissen, wie sie mit Wildtieren, Schädlingen oder Krankheiten verantwortungsvoll umgehen können. Das ist gelebte Praxisnähe und eine Investition in die Zukunft unserer Betriebe."
Neben theoretischem Wissen – etwa zu Wildtierbiologie, Hege oder Seuchenvorsorge – sollen auch praktische Fähigkeiten vermittelt werden: vom sicheren Umgang mit der Waffe über das richtige Ansprechen von Wild bis hin zum verantwortungsvollen Einsatz jagdlicher Methoden.
Diese Ausbildung schafft Verständnis und Verantwortung – und sie stärkt die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft. „Nur gemeinsam können wir Wildschäden vermeiden, Tiergesundheit sichern und das Gleichgewicht zwischen Mensch, Wild und Natur erhalten," so Jäger.
Um die Umsetzung aktiv voranzutreiben, bringt Michael Jäger dieses Anliegen in verschiedenen Gremien aktiv ein und steht bereits im Austausch mit Schuldirektorinnen und -direktoren.
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))