Klaus Lindinger kauft ein Stück Geselchtes am Bauernmarkt.

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Schnitzel und Bratl nicht vom Speiseplan verbannen

Schweinefleisch hat einen festen Platz in Oberösterreichs kulinarischen Traditionen. Klaus Lindinger will, dass das so bleibt. Der Nationalratsabgeordnete spricht sich klar gegen eine „fleischlose Zukunft“ aus.

Aktuelle Entwicklungen, die kürzlich aus Wiener Schule und Kindergarten bekannt geworden sind, bestätigen den Abgeordneten zum Nationalrat Klaus Lindinger in seinem Einsatz für die bäuerliche Fleischproduktion. Im Osten des Landes entwickelt sich nämlich das Kantinenessen in diesen Einrichtungen allmählich in Richtung „schweinefleischlos“, wie der Österreichische Bauernbund in der Vorwoche informierte. Zwar gebe es in den Schulen mehrere Menüs zur Auswahl, Schweinernes stehe jedoch wenn überhaupt nur noch manchmal am Speiseplan. „Wir treten gegen falsch verstandene Toleranz auf und fordern, dass die Vielfalt auf den Tellern erhalten bleibt“, so Österreichs Bauernbund-Direktorin Corinna Weisl, die davor warnte, Schweinefleisch stillschweigend aus den Kantinen verschwinden zu lassen. Dass dieses Teil unserer Esskultur sei, betonte in dem Zusammenhang auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

Klares Bekenntnis zum "kulinarischen Erbe"

Für Klaus Lindinger hat die Zukunft der Ernährung und die Zukunft der heimischen Fleischproduktion einen hohen Stellenwert, das klare Bekenntnis zum kulinarischen Erbe Oberösterreichs sei auch innerhalb der OÖVP ein Thema. Das bedeute im Gegenzug auch „die klare Distanz zu Laborfleisch, zu unethischen Verfahren der tierischen Gentechnik und zu unberechtigtem Fleisch-Bashing unter dem Deckmantel von Klimaschutz, Tierschutz oder Gesundheit“, wie Lindinger erläutert. Die „wertebasierte Herangehensweise“ der OÖVP beim Erarbeiten eines neuen Zukunftsprogrammes bringe auch den Grundsatz „Wir schreiben niemandem vor, wie er zu leben hat, lassen uns aber auch von niemandem vorschreiben, wie wir zu leben haben“ mit sich.

Knapp 33 Kilogramm pro Jahr

Der Jahresverbrauch von Schweinefleisch liegt in Österreich derzeit bei 32,6 Kilogrammn pro Kopf, der Selbstversorgungsgrad der Republik exakt bei 100 Prozent (Quelle: Statistik Austria). Oberösterreich ist bei der Schweinehaltung mit Abstand Österreichs Bundesland Nummer eins, gut eine Million Ferkel und Schweine stehen in den heimischen Ställen, das sind 37 Prozent des österreichischen Schweinebestandes.

Mehrheit der Haushalte für klassische Mischkost

Eine Erhebung der Agrarmarkt Austria (AMA) zeigt, dass 70 Prozent der Haushalte angeben, weiter und uneingeschränkt eine klassische Mischkost aus tierischen und pflanzlichen Produkten zu präferieren. Der Anteil der Haushalte mit zumindest einem vegetarisch-essenden Mitglied erreicht 6,9 Prozent, jener mit zumindest einem vegan-essenden Mitglied 2,7 Prozent. Außerdem geben in der AMA-Erhebung 65 Prozent der Menschen an, angepriesene pflanzliche Alternativen zu Fleisch nicht als vollwertigen Ersatz anzuerkennen. „Von daher mutet es geradezu grotesk an, wenn NGOs oder die Grünen wiederkehrend das Bild von einer fleischlosen Zukunft zeichnen möchten“, kritisiert Lindinger.

Wir wollen Fleisch aus bäuerlicher Landwirtschaft und nicht aus dem Reagenzglas.

Klaus Lindinger

Abgeordneter zum Nationalrat

Gegen EU-Zulassung von Fleisch aus dem Labor

Er erneuert in diesem Zusammenhang die Absage der OÖVP an Fleisch aus dem Labor: „Unsere Leitlinie ist Oberösterreich als Genussland. Es ist unser authentisches kulinarisches Erbe: Fleisch aus bäuerlicher Landwirtschaft und nicht aus dem Reagenzglas. Daher setzen wir stark auf den im Programm der Bundesregierung angekündigten Widerstand Österreichs gegen eine EU-Zulassung von künstlich hergestelltem Fleisch“, so Lindinger.