Herr Metzker, Sie sind seit Jänner der neue Ballobmann des Niederösterreichischen Bauernbundballs. Wie fühlen Sie sich in der neuen Rolle?
Metzker: Es ist mir eine große Ehre, dieses traditionsreiche Ehrenamt übernommen zu haben. Die Freude darüber ist sehr groß – gleichzeitig spüre ich auch die Verantwortung, den Ball im besten Sinn weiterzuführen.
Mein Vorgänger Stefan Jauk hat einen „gut bestellten Hof“ und ein tolles Team an freiwilligen Helfern übergeben. Gemeinsam arbeiten wir seit Monaten mit voller Motivation an den Vorbereitungen des kommenden Balls.
Was verbindet Sie persönlich mit der Veranstaltung? Können Sie sich noch an Ihren ersten Bauernbundball erinnern?
Ja, ich erinnere mich noch sehr gut. Schon bei meinem ersten Besuch haben mich die besondere Stimmung und die Zusammengehörigkeit der Niederösterreichischen Landjugend beeindruckt – dieses einzigartige Miteinander, die Tradition und Moderne haben mich schon damals begeistert. Persönlich verbinde ich mit dem Ball aber auch das große Engagement so vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, ohne die dieser Abend in dieser Form nicht möglich wäre.
Wenn Sie den Ball mit drei Worten beschreiben müssten – welche wären das?
Tradition, Lebensfreude und Gemeinschaft.
Was möchten Sie als neuer Ballobmann besonders hervorheben? Welche Akzente werden Sie setzen?
Mir ist es wichtig, Bewährtes zu pflegen und Neues einzubringen. Wir sind bemüht, den Ball noch attraktiver zu gestalten und mit dem Feedback unserer Gäste zu arbeiten. Heuer gibt es erstmals kostenlose Genussgutscheine zu jeder Eintrittskarte dazu – eine schöne Möglichkeit, regionale Köstlichkeiten kennenzulernen. Gleichzeitig pflegen wir langjährige Partnerschaften, wie etwa mit der Gärtnervereinigung, die jedes Jahr mit ihrem Blumenschmuck für ein besonderes Ambiente sorgt.
Der Bauernbundball ist einer der gesellschaftlichen Höhepunkte in Niederösterreich. Was macht ihn Ihrer Meinung nach so besonders?
Der Bauernbundball ist einzigartig, weil hier ländliches Brauchtum auf Moderne und Stadt auf Land trifft – das schafft in dieser Form kein anderer Ball. Er ist nicht nur ein gesellschaftlicher Fixpunkt, sondern auch ein Schaufenster für das, was Niederösterreich ausmacht: starke Wurzeln, gelebte Regionalität und eine große Offenheit für Neues.
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Die festliche Stimmung am Bauernbundball lockt alljährlich begeisterte Tänzer.
Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Landjugendgruppen, Partnern und Sponsoren?
Sie ist das Fundament des Balls. Die Landjugend leistet Jahr für Jahr Großartiges im Ehrenamt – ohne diese jungen Menschen wäre der Ball undenkbar. Dazu kommen unsere langjährigen Sponsoren und Partner, die den Ball nicht nur finanziell, sondern auch ideell unterstützen. Ein wichtiges Signal ist auch, dass der Reinerlös an die Leopold-Figl-Stipendien geht – und damit direkt Jugendlichen aus der Land- und Forstwirtschaft zugutekommt. So bleibt das Geld in der Gemeinschaft und fördert die nächste Generation. Jedes Jahr vergeben wir mehr als 200 Figl-Stipendien – vom Fachschüler bis hin zum Studenten.
Welche Neuerungen oder Schwerpunkte dürfen die Gäste in Zukunft erwarten?
Wir wollen noch mehr Niederösterreich nach Wien bringen – durch ein abwechslungsreiches Programm, kulinarische Spezialitäten und musikalische Vielfalt. Die Genussgutscheine sind ein Beispiel dafür, wie wir Regionalität noch stärker erlebbar machen. Eine neue Band im Saal Waldviertel sorgt für Abwechslung und wir hoffen, damit erneut den Geschmack aller unserer Ballbesucher – ob Jung oder Junggeblieben – zu treffen. Der Schießstand erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit, was uns einen Grund gibt, ihn weiter auszubauen. Gleichzeitig wollen wir unseren Gästen jedes Jahr auch etwas Neues bieten, das Lust auf den nächsten Ball macht.
Wie wollen Sie die jüngere Generation für den Ball begeistern?
Indem wir die Jugend aktiv einbinden. Die Landjugend ist ohnehin mit viel Herzblut dabei, aber wir möchten auch im Programm und in der musikalischen Gestaltung noch stärker auf die Wünsche junger Menschen eingehen. So bleibt der Ball für alle Generationen attraktiv – von den jungen Gästen bis zu den Stammgästen, die seit Jahrzehnten dabei sind.
Was ist Ihre persönliche Vision für den Bauernbundball in den nächsten Jahren?
Meine Vision ist, dass der Bauernbundball weiterhin das gesellschaftliche Aushängeschild Niederösterreichs in Wien bleibt. Gleichzeitig möchte ich, dass wir das Thema Regionalität noch stärker hervorheben und die Jugend als tragende Säule des Balls weiter fördern. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass der Ball auch in Zukunft Generationen verbinden wird.
Niederösterreichischer Bauernbundball 2026
Der 82. Niederösterreichische Bauernbundball findet am 10. Jänner 2026 im Austria Center Vienna (Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien) statt. Ab 19 Uhr sind die Türen geöffnet, die feierliche Eröffnung folgt um 20 Uhr. Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Volkstanz, einer traditionellen Mitternachts quadrille, einer beliebten Milchbar, regionalen Köstlichkeiten und stimmungsvoller Livemusik, die für beste Unterhaltung sorgt. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.akademikergruppe.at/de/ball/ballinfos oder telefonisch unter 02742/9020-2000.
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