Windrad bei Sonnenuntergang

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Windräder blinken nachts künftig nur noch bei Bedarf

Das rote Dauerblinken von Windrädern in Niederösterreich gehört bald der Vergangenheit an. Künftig leuchten die Warnlichter nur noch bei tatsächlicher Fluggefahr. Ermöglicht wurde dies durch technischen Fortschritt und die freiwillige Zusage der Betreiber. Für neue Windparks ist die bedarfsgerechte Nachtbefeuerung bereits verpflichtend, bestehende Anlagen werden schrittweise umgerüstet. „Das rote Dauerblinken von Windrädern wird beendet und gehört bald endgültig der Vergangenheit an, die Umrüstung der Anlagen startet“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Rund eine Million Menschen profitieren so von weniger Lichtverschmutzung.

Der Weg dorthin begann 2022 mit einer Forderung des Niederösterreichischen Landtags, 2024 wurden die rechtlichen Grundlagen geschaffen. In den letzten Monaten finalisierten Luftfahrtbehörde und Austro Control die technischen Voraussetzungen.

Auch die Betreiber begrüßen die Änderung. Markus Winter, Vorstand der Windkraft Simonsfeld, sagt: „Dank politischer Anstrengungen endet das Jahr sehr erfreulich für die erneuerbare Energiezukunft: Die lang gehegte Forderung der Windbranche zur Abschaltung des roten Blinklichts wird jetzt umgesetzt, das ist wichtig für die Akzeptanz.“

Gleichzeitig genehmigte die Landesregierung drei neue Windparks – Unterstinkenbrunn, Rustenfeld II und Deutsch-Wagram 2 – mit 22 Windrädern und rund 160 MW Leistung. Damit können künftig etwa 125.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden.