LK-Technik Mold

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LK-Vollversammlung: Importstopp und selbstkritische UBV-Töne

Für Überraschung bei der dieswöchigen Sitzung in Mold sorgte die Wortmeldung des UBV-Obmannes, wonach er die eigene Demonstration auf der Wieselburger Messe im Nachhinein als Fehler bezeichnete.

Die Trockenheit, anhaltend steigende Kosten und das Ringen um faire Wettbewerbsbedingungen waren die zentralen Themen der LK-Vollversammlung am Montag im Kompetenzzentrum Mold. Ein Vergleich von Präsident Johannes Schmuckenschlager blieb dabei besonders hängen: „Wenn wir nur einen Cent pro Semmel mehr Geld für die Bauern bekommen würden, dann wäre das eine Absicherung für unsere Betriebe.“

Ein Cent als Signal

Für Konsumenten wäre dieser zusätzliche Cent kaum spürbar, für die Landwirtschaft jedoch ein wichtiger Beitrag, machte Schmuckenschlager deutlich. Die Schere zwischen niedrigen Erzeugerpreisen und hohen Produktionskosten öffne sich immer weiter. Gleichzeitig verschärfe die anhaltende Trockenheit die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe. Klare Worte fand der Kammerpräsident auch zu Agrarimporten. Österreichs Bauern produzierten nach höchsten Umwelt-, Tierwohl- und Qualitätsstandards, während Lebensmittel aus Drittstaaten oft unter Bedingungen erzeugt würden, die in Europa längst verboten seien.

Die LK Niederösterreich fordert daher einen Importstopp für solche Produkte sowie eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung.

Kammerpräsident Schmuckenschlager kritisierte in seiner Rede das Verhältnis zwischen Bauernbund und UBV scharf und warf dem UBV vor, den gemeinsamen Weg der Interessenvertretung verlassen zu haben. Besonders die Demonstration beim Bauerntag in Wieselburg bezeichnete er als falsches Signal: „Wenn Bauern gegen Bauern demonstrieren, ist das ein fatales Signal.“

Für eine überraschende Wendung sorgte schließlich UBV-Obmann Herbert Hochwallner. Er zeigte sich selbstkritisch, bedauerte das durch die Demonstration belastete Verhältnis zum Bauernbund und räumte ein, dass deren Zeitpunkt falsch gewählt gewesen sei. Vizepräsident Lorenz Mayr bekräftigte abschließend den Einsatz des Bauernbundes für die Interessen der Bauern. Die eingebrachten Resolutionspunkte des Bauernbundes wurden einstimmig beschlossen.

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