Viele Politische Vertreter

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Ein Leben im Dienste der bäuerlichen Gemeinschaft

Mit einer Gedenkmesse und einer Kranzniederlegung wurde an Alois Scheibenreif erinnert, dessen Einsatz Generationen prägte.

Anlässlich des 50. Todestages von ÖKR Alois Scheibenreif gedachten Vertreter des Bauernbundes aus dem Bezirk Neunkirchen des Sozialpioniers. Nach einer Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Lorenzen wurde am Familiengrab ein Kranz niedergelegt.

Alois Scheibenreif war von 1962 bis 1970 Obmann des Niederösterreichischen Bauernbundes und zugleich LK-Präsident. Weit über diese Funktionen hinaus erlangte er Anerkennung als Mitbegründer des heutigen bäuerlichen Pensionssystems. Bezirksbauernratsobfrau Waltraud Ungersböck würdigte ihn in ihrer Laudatio als den „Vater der bäuerlichen Sozialgesetzgebung“ und erinnerte daran, dass Scheibenreif selbst oft sagte: „Ich bin im NÖ Bauernbund geboren und aufgewachsen.“ Mit dabei waren auch BBK-Obmann Thomas Handler, LKR Annette Glatzl und BO Gerhard Schweighofer.

Bildung als Schlüssel und soziale Absicherung als Ziel

Geboren 1906 in einer kinderreichen Bauernfamilie in Reith, übernahm Scheibenreif schon früh Verantwortung. Bildung war für ihn der Schlüssel aus Armut und Unsicherheit.

Bereits mit 19 Jahren gründete er einen landwirtschaftlichen Fortbildungsverein. Trotz politischer Verfolgung und Haft während der NS-Zeit ließ er sich nicht entmutigen. Nach 1945 baute er die Bezirksbauernkammer Neunkirchen neu auf und prägte als Nationalratsabgeordneter und Sozialpolitiker entscheidend die soziale Absicherung der bäuerlichen Bevölkerung. Enkelsohn Franz Fiedler erinnerte im Familienkreis an die politisch geprägten Sonntage seiner Kindheit, an Gespräche mit Zeitgenossen wie Leopold Figl und an den Most seines Großvaters.

„Eine Persönlichkeit wie Ökonomierat Alois Scheibenreif soll in uns weiterleben“, betonte Ungersböck abschließend. Ihr Dank fasste sein Vermächtnis zusammen: „Für deinen Mut, deine Hartnäckigkeit und deine Liebe zum Menschen.“