Das Ei gilt als nährstoffreiches Lebensmittel und ist schnell zubereitet, ob als Frühstücksklassiker, Snack oder Backzutat. „Eier sind kleine Kraftpakete: Viel Protein und in Sekunden fertig – das schätzen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten“, betont Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing. Neun von zehn verkauften Eiern in Österreich tragen das AMA-Gütesiegel, das für nachvollziehbare Herkunft, geprüfte Qualität und unabhängige Kontrollen steht. Über den Erzeugercode lässt sich jeder Herkunftsbetrieb sowie die jeweilige Haltungsform eindeutig bestimmen.
Hohe Nachfrage - starke Versorgung
Laut Statistik Austria verbrauchen die Österreicherinnen und Österreicher im Schnitt 250 Eier pro Jahr, frisch oder in verarbeiteten Produkten wie Kuchen oder Teigwaren. Auch beim Einkauf zeigt sich die Begeisterung: Im ersten Halbjahr 2025 kauften Haushalte im Schnitt 4,8 Prozent mehr frische Eier als im Vorjahr, der Umsatz stieg um 7,5 Prozent.
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In Österreich leben knapp 7,4 Millionen Legehennen. Rund 4,1 Millionen in Bodenhaltung, rund 2,3 Millionen auf Freilandbetrieben und rund 965.000 auf Bio-Höfen. Im Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich laut Statistik Austria der klare Trend: 49,6 Prozent der verkauften Eier stammen aus Bodenhaltung, 37,5 Prozent aus konventioneller Freilandhaltung und 12,8 Prozent aus Biohaltung.
Für viele Käufer werden Tierschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit zunehmend wichtiger. Die Landwirte versuchen möglichst zeitnah, den Wünschen der Verbraucher nachzukommen.
Günther Wenninger
Hohe Nachfrage trifft auf Herausforderungen
Mit durchschnittlich 250 Eiern pro Kopf im Jahr zählt Österreich zu den eifreudigen Ländern. Der Selbstversorgungsgrad von 87 Prozent liegt deutlich über jenem vieler Nachbarländer. Dennoch kann es zu kurzfristigen Engpässen einzelner Haltungs- oder Gewichtsklassen kommen, etwa durch Umstellungen auf tierwohlgerechtere Systeme oder den Einfluss der Aviären Influenza. Bestandsreduktionen, wie zuletzt in den Niederlanden zur Senkung der Stickstoffbelastung, verringern die Produktion zusätzlich.
Markt im Wandel: Vom Frühstücksei bis zur globalen Perspektive
Weltweit stammen die meisten Eier aus konventioneller Käfighaltung, während in der EU alternative Haltungssysteme zunehmen. Gleichzeitig steigt der Bedarf kontinuierlich. In Österreich wurden 2023 pro Kopf so viele Eier konsumiert wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Günther Wenninger, Obmann der österreichischen Frischeiererzeuger, sieht dabei klare Anforderungen: „Für viele Käufer werden Tierschutz, Nachhaltigkeit und Gesundheit zunehmend wichtiger. Die Landwirte versuchen möglichst zeitnah, den Wünschen der Verbraucher nachzukommen.“ Investitionen in moderne und zukunftsfähige Legehennenhaltung sollen sicherstellen, dass das Ei auch künftig seinen festen Platz in Küche und Alltag behält.
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