Traktor mit Rübenroder

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Öldruck: Neue Kommunikation zwischen Traktor und Anbaugerät

Bisher versorgen Traktoren Anbaugeräte mit einem hohen Ölbedarf über Power Beyond, während die Steuerung über den Anschluss Load Sensing (LS) hydraulisch erfolgt. Fendt und Ropa haben nun „e-LS connect“ zur rein elektronischen Kommunikation entwickelt.

Bestimmte Fendt Traktoren und der Kartoffelroder ROPA Keiler II RK22 verwenden geräteintern bereits elektronische LS (e-LS) Komponenten, um das System zu optimieren. Dabei wird der benötigte Öldruck elektronisch an das Steuergerät übermittelt, das dann die Pumpe entsprechend einstellt. Arbeiten Traktor und Anbaugerät im Gespann, erfolgt die Kommunikation des Öldrucks, den das Anbaugerät benötigt, allerdings weiterhin hydraulisch über die LS Steuerleitung.

 

Rein elektronische Signalübertragung

Zukünftig bieten Fendt und Ropa daher nach eigenen Angaben als erste Hersteller über „e-LS connect“ eine rein elektronische Kommunikation des benötigten Öldrucks über den Isobus für Traktoren und Anbaugeräte an. Das elektronische Signal steuert die Pumpe im Traktor an und stellt bedarfsabhängig den Druck für den richtigen Volumenstrom bereit. Dies ist beispielsweise bei Funktionen wie der Steuerung der Lenk- oder Teleskopachse, der Tiefenführung der Aufnahme oder der Bedienung verschiedener Bunkerfunktionen entscheidend. „Hier zeigen sich die Vorteile von e-LS connect in einem dynamischeren und agileren Ansprechverhalten, das beispielsweise die geerntete Qualität der Kartoffel bei der Befüllung von Kisten besser erhält. Gleichzeitig arbeitet das System insgesamt stabiler“, weiß man bei Fendt. Durch die Nutzung von e-LS connect würden zudem Komponenten wie das Druckregelventil, Drucksensoren sowie die LS-Leitung und der LS-Anschluss überflüssig. Da die Regeldruckdifferenz immer korrekt eingestellt sei, sinkt der Dieselverbrauch und zeitgleich werden Kartoffeln mit höherer Qualität geerntet, weil der Roder beispielsweise die Dämme noch präziser aufnehme. Weitere Vorteile sollen höhere Einsatzsicherheit durch weniger verwendete Komponenten und in der Folge eine höhere Produktivität sein. Durch den Entfall der Kupplung von LS-Steuerleitungen werde Schmutzeintrag in das System vermieden und die Umwelt wird durch Verhinderung von Leckölverlusten geschützt.

Update bald möglich

Per Softwareupdate können bestehende Traktoren ab Juni 2026 mit entsprechenden Komponenten nachgerüstet werden. Dazu zählen laut Firmenangaben die Baureihen:

Fendt 500 Vario Gen4
• Fendt 600 Vario
Fendt 700 Vario Gen7
• Fendt 700 Vario Gen7.1
• Fendt 800 Vario Gen5

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